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Servicestrategie: Eine Frage der Bindung

Autor / Redakteur: Jan Rosenow / Jan Rosenow

Kfz-Unternehmer, die ihren Händlervertrag verlieren, stehen vor der Entscheidung, als Servicepartner weiterzumachen oder sich komplett in die Markenfreiheit zu verabschieden. Beide Möglichkeiten bieten Vor- und Nachteile. Eine Entscheidungshilfe.

Auch so kann es gehen: Schmauder & Rau in Kirchheim/Teck kombiniert eine traditionsreiche freie Werkstatt mit einem Ford-Servicevertrag.
Auch so kann es gehen: Schmauder & Rau in Kirchheim/Teck kombiniert eine traditionsreiche freie Werkstatt mit einem Ford-Servicevertrag.
(Bild: Dominsky/»kfz-betrieb«)

Ludwigsburg, 14. Mai 2020. Großer Aufmarsch im Autohaus Tschirner & Fuchs. Der Regierungspräsident von Stuttgart, Ludwigsburgs Bürgermeister, Vertreter der Kfz-Innung, ein Fernsehteam und viele Journalisten – alle wollen sie sehen, wie die Mechatroniker des Betriebs einen SCR-Nachrüstkatalysator in ein Dieselauto einbauen. Ob den branchenfremden Besuchern klar ist, dass Tschirner & Fuchs kein Volkswagen-Händler ist, sondern „nur“ Servicepartner? Und spielt das überhaupt eine Rolle?

Geschäftsführerin Petra Tschirner jedenfalls ist stolz auf die jahrzehntelange Verbindung ihres Hauses zur Wolfsburger Marke. „Wir erfüllen alle Servicestandards, auch die für die Elektromobilität. Wir haben eine neue Halle für den Transporterservice gebaut, wir sind Volkswagen-Classic-Center und bieten auch den Economy Service an“, berichtet sie, während ihre Werkstattmitarbeiter vor der Kamera mit geübten Handgriffen den Kat montieren.