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Sehr geehrter Leser,

„Replikas“, „Kopien“, „Klone“, auf Neudeutsch „Fake Cars“: Analog zu Fällen mit klassischen Kunstwerken werden inzwischen alte Autos gefälscht, was das Zeug hält und solvente Sammler zu zahlen bereit sind. Übertrieben, meinen Sie? Klar baut keiner einen 1303 zum Brezelkäfer um. Aber ein Porsche G- Modell zum F- Modell? Soll schon vorgekommen sein. Fast schon Alltag: Ein schnöder 911 T mutiert über Nacht zum 911 RS. Und richtig interessant wird’s, wenn irgendwo ein rostiger Fahrzeugrest auftaucht und um die Fahrgestellnummer herum ein „echter“ Porsche 917 aus dem Jahr 1971entsteht.

Porsche, Porsche, Porsche – den Namen werden wir in den kommenden Wochen und Monaten noch öfters hören, und in dem Zusammenhang wohl noch andere große Marken. Denn Ende Juli platzte eine Bombe, die die Branche nachhaltig erschüttert. In Aachen und zeitgleich in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg durchsuchte die Kripo 18 Wohnungen und Firmen. Der Vorwurf des „banden- und gewerbsmäßigen Betrugs“ steht im Raum. Der „offizielle“ Schaden beträgt schon jetzt rund 100 Millionen Euro.

Als Hauptangeklagter gilt ein Autohändler aus Aachen. Der handelt(e) vorzugsweise mit teuren und seltenen Fahrzeugen aus Zuffenhausen. Mit involviert sollen auch Mitarbeiter von Straßenverkehrsämtern und Sachverständigenorganisationen sein. Auch mindestens ein ehemaliger Porsche-Mitarbeiter wurde von der Polizei vernommen und ein einst im Dienste der Stuttgarter stehender Rennfahrer steht im Verdacht, in die großangelegte Betrugsserie verstrickt zu sein.

Zu befürchten ist, dass die Causa „Aachen“ nur die Spitze eines Eisbergs ist. Um die Branche nicht nachhaltig zu verunsichern, ist lückenlose Aufklärung gefragt. Denn förderlich für die Oldtimerei sind die Machenschaften solcher geldgeilen Händler und „Restaurierer“ auf keinen Fall.


Steffen Dominsky, Redakteur »kfz-betrieb«

Übrigens:
Ihr »kfz-betrieb«-Team aktualisiert regelmäßig den Themenkanal „Classics Business“ auf kfz-betrieb.de. Es lohnt sich also, immer wieder einen Blick auf unseren Internet-Auftritt zu werfen.

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