Shell: Nicht sauber, sondern rein

Autor / Redakteur: Das Gespräch führte Steffen Dominsky / Steffen Dominsky

Vor sechs Jahren brachte Shell mit „GTL“ eine völlig neue Technologie für die Herstellung von Grundölen auf den Markt – die Basis jedes Motoröls. Sie ist bis heute einzigartig. Von dieser profitieren nicht nur Fahrzeughalter, sondern auch Kfz-Betriebe.

Endre Kövari, Marketing Manager Engine Oils bei Shell (li.), und Jens Sommer, Technology Manager Engine Oils bei Shell.
Endre Kövari, Marketing Manager Engine Oils bei Shell (li.), und Jens Sommer, Technology Manager Engine Oils bei Shell.
(Bild: Shell)

Redaktion: Vor sechs Jahren brachte Shell eine vollkommen neue Schmierstofftechnik auf den Markt. Was steckt hinter „GTL“ und „Pure-Plus“?

Jens Sommer: Nach über 40 Jahren intensiver Forschung hat Shell 2014 im Schmierstoffbereich seine patentierte Pure-Plus-Technology vorgestellt. Diese basiert auf einem vollkommen neuen Produktionsverfahren. Bei diesem Verfahren werden Grundöle als wichtigster Bestandteil von Motorölen mithilfe einer Synthesetechnologie aus Erdgas hergestellt. Dank des Fischer-Tropsch-Verfahrens werden dabei im sogenannten Gas-to-Liquids-Verfahren flüssige Kohlenwasserstoffketten erzeugt. Das Verfahren eignet sich nicht nur für die Herstellung von Grundölen, sondern auch von hochreinem und damit emissionsreduziertem Dieselkraftstoff wie unserem „Synfuel“.

Was bedeutet diese Technologie für Motoröle?

Sommer: Unser im GTL-Verfahren erzeugtes Grundöl ist anders als konventionelles Grundöl kristallklar. Das heißt, es enthält praktisch keine wie üblicherweise in Erdöl vorhandenen Verunreinigungen. Darüber hinaus lässt sich ein derartiges Grundprodukt viel besser an die von den Motorenentwicklern geforderten Parameter anpassen bzw. speziell dafür designen. Da Grundöle einen Anteil von 75 bis 80 Prozent eines Motoröls ausmachen, ist ein hochwertiges Grundöl die Schlüsselkomponente eines jeden Premiummotoröls. Ach so: Dass das fertige GTL-Motoröl wie unser Helix Ultra dennoch typisch bernsteinfarben aussieht, liegt in der Farbgebung der Additive begründet, über die jedes Motoröl verfügt.