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| Autor: Silvia Lulei

Der Deutsche Remarketing Kongress 2020 gab Tipps und Anregungen für strategische Überlegungen und das Tagesgeschäft.

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340 Händler und Dienstleister für das Gebrauchtwagenbusiness kamen im Februar zum Deutschen Remarketing Kongress 2020 nach Würzburg.
340 Händler und Dienstleister für das Gebrauchtwagenbusiness kamen im Februar zum Deutschen Remarketing Kongress 2020 nach Würzburg.
(Bild: Stefan Bausewein)

Der Slogan „Nichts für Feiglinge – Wir machen Sie fit für Ihr Daily Business“ brachte 340 Teilnehmer zum Deutschen Remarketing Kongress 2020 nach Würzburg. Anregungen für das Tagesgeschäft waren willkommen. Die Tipps reichten weit – von der sicheren Abwicklung des Exportgeschäfts über Beispiele für Onlinemarketing und -controlling bis hin zur Suche nach Manipulationen am Fahrzeug.

Die Veranstaltung des Fachmagazins »Gebrauchtwagen Praxis« und der Premiumpartner Dekra, Real Garant und Santander Consumer Bank hat sich seit ihrer Premiere vor acht Jahren zu einem Networkingevent entwickelt. Das zeigen die kontinuierlich steigenden Besucherzahlen sowie die erneut ausgebuchte, begleitende Ausstellung ReMa Expo, bei der 27 Aussteller ihre Services rund um das Gebrauchtwagengeschäft präsentierten.

Deutscher Remarketing Kongress 2020: Fit für das Tagesgeschäft

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Viel beachtet war die Keynote von Jens Urlichs, Leiter Retail Markenauftritt & Zukunftsprojekte Retail der Mercedes-Benz AG. Er stellte das Konzept MAR 2020 vor, das die Kundenorientierung im Handel auf ein neues Niveau heben soll und dabei alle Aspekte der Digitalisierung berücksichtigt. Urlichs erklärte die Bestandteile des Konzepts und gab einen Überblick darüber, wie weit der neue Retailauftritt im Handel umgesetzt ist. Das Konzept bringt auch Veränderungen für den Gebrauchtwagenverkauf mit sich: Je nach Betriebsgröße werden Gebrauchtwagen sowohl in den Pkw-Standorten verkauft als auch in sogenannten Stand-alone-Gebrauchtwagenzentren, die es in unterschiedlicher Ausprägung geben wird.

Einen weniger exklusiven, aber mindestens genauso effektiven Ansatz verfolgt die finnische Gebrauchtwagenkette Kamux, die seit vier Jahren auf dem deutschen Markt ist. Oliver Michels, Geschäftsführer für Kamux Deutschland, eröffnet konsequent zwei Filialen pro Jahr; gerade hat Kamux für den Sommer die achte Filiale in Lübeck angekündigt. Damit bewegt sich das Unternehmen an den Rand der Metropolregion Hamburg, die vorerst das Wirkungsfeld des Kettenbetriebs ist. Das Beispiel von Kamux – in Finnland Marktführer im Gebrauchtwagenverkauf – zeigte im Gegensatz zu dem Premiumanspruch von Mercedes-Benz, wie vielfältig das Gebraucht wagengeschäft in Deutschland ist.

Unabhängig davon, in welcher Ausprägung Gebrauchtwagen verkauft werden, sind effiziente Prozessabläufe wichtig, um die strategische Ausrichtung und das Tagesgeschäft auf sichere Beine zu stellen. Das hoben in ihren Vorträgen Svetlana Putzlacher (Autohaus Putzlacher), Ronald Hufnagel (Dekra Automobil), Kai Siebeneck (Autozentrum Ebber-Gruppe), Sven Herpolsheimer (Herpolsheimer Consulting) und Martin Verrelli (Solera Autoonline) hervor.

Stefan Jentzsch (Automotive-heads.com) sprach über die Kompetenzentwicklung im Verkauf. An der Schnittstelle zwischen Ausbildung, Weiterbildungsprogrammen durch Hersteller und dem eigenen beruflichen Ehrgeiz suchen Gebrauchtwagenverkäufer nach hochwertigen und bezahlbaren Alternativen, wie sie nun etwa die Lernplattform Superstars-im-Autohaus.de bietet.

Einen Ausblick in die Zukunft der Mobilität gab Dr. Natascha Lorenz (Zurich Gruppe). Sie und ihr Team beschäftigen sich im Mobility Innovation Lab damit, auf welche Art Menschen künftig mobil sein wollen und welche Angebote sie sich dafür wünschen. Das agile Projektteam will herausfinden, wie sich die Versicherungsbranche darauf einstellen kann.

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Über den Autor

 Silvia Lulei

Silvia Lulei

, Redaktion »kfz-betrieb«