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Sika: Lkw-Scheiben schnell und sicher tauschen

Autor / Redakteur: Holger Schweitzer / Dr. Holger Schweitzer

In 90 Minuten zur vollständig festen Lkw-Scheibe. Sika verspricht mit seinem speziellen Nutzfahrzeugklebstoff leichtes Verarbeiten und Steifigkeit nach Herstellervorgabe.

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Das eigens für die Nutzfahrzeug-Verglasung konzipierte Sikaflex-271 PowerCure hat laut Hersteller eine Offenzeit von zehn Minuten – und bietet damit ausreichend Zeit um großflächige Scheiben zu positionieren.
Das eigens für die Nutzfahrzeug-Verglasung konzipierte Sikaflex-271 PowerCure hat laut Hersteller eine Offenzeit von zehn Minuten – und bietet damit ausreichend Zeit um großflächige Scheiben zu positionieren.
(Bild: Sika)

Im Nutzfahrzeuggeschäft gilt es, Standzeiten von Lkws möglichst gering zu halten. Schließlich wird mit ihnen nur dann Geld verdient, wenn sie unterwegs sind. Deshalb müssen Brummis nach Unfällen schnell wieder flott und fahrtüchtig gemacht werden. Damit Lkw-Scheiben mit der dafür erforderlichen Effizienz gewechselt werden können, hat der Klebstoffhersteller Sika einen speziellen Hochleistungsklebstoff im Programm. Wie das Unternehmen erklärt, erlangen die getauschten Scheiben von Lkws, Baumaschinen, Bussen und Freizeitmobilen nach 90 Minuten die von den OEMs geforderte Festigkeit.

Die speziellen Nutzfahrzeugklebstoffe mit sogenannter Power-Cure-Technologie zeichnen sich laut dem Hersteller durch eine hohe Anfangshaftung aus, sind verarbeitungsfreundlich und erreichen schnell ihre maximale Stabilität. Der Klebstoff habe eine Offenzeit von zehn Minuten und biete so ausreichend Zeit, um auch großflächige Scheiben zu positionieren.

Das Produkt ist zudem mit einem eigens entwickelten Dispenser mit V-förmigen Düsen ausgestattet. Er soll es den Anwendern erleichtern, die Klebstoffraupe im optimalen Winkel anzusetzen und genau die richtige Menge zu applizieren. Damit sich mit dem Klebstoff auch ganzjährig gleichbleibend gute Ergebnisse erzielen lassen, ist er auf unterschiedliche Witterungsbedingungen abgestimmt.

Schwere Scheiben, wie sie in Lkw, Transportern und Caravans verbaut sind, erfordern spezielle Materialien. Mit dem speziellen Sika-Klebstoff für Nutzfahrzeuge soll der Tausch leichter von der Hand gehen und gleichzeitig die geforderte Sicherheit bieten.
Schwere Scheiben, wie sie in Lkw, Transportern und Caravans verbaut sind, erfordern spezielle Materialien. Mit dem speziellen Sika-Klebstoff für Nutzfahrzeuge soll der Tausch leichter von der Hand gehen und gleichzeitig die geforderte Sicherheit bieten.
(Bild: Sika)

Sichere Wegfahrzeit nicht vollständig aussagekräftig

Betriebe, die bei einem Lkw Scheiben tauschen, sollten sich nicht ausschließlich an die sogenannte „sichere Wegfahrzeit“ richten, rät Jochen Gaukel, Vertriebs- und Bereichsleiter bei Sika Automotive Repair. Diese Zeit sei abhängig von Produkt, Hersteller und Witterungsbedingungen und könne mehrere Stunden betragen.

„Die sichere Wegfahrzeit sagt nur etwas darüber aus, wann der Klebstoff nach dem Scheibentausch wieder in der Lage ist, eine kurzfristige dynamische Belastung aufzunehmen, wie sie nach dem Auslösen des Airbags entsteht“, ergänzt Gaukel. Allerdings könnten statische Belastungen, wie sie beim Befahren einer Hebebühne oder von unebenen Untergründen auf Baustellen auftreten können, bei weniger leistungsfähigen Klebern die Scheibe immer noch verrutschen lassen, so der Vertriebsleiter.

Windschutzscheiben tragen zur Karosseriestabilität bei

Genau dies gelte es jedoch insbesondere bei modernen Nutzfahrzeugen zu vermeiden, weiß Gaukel: „Zunehmend kommen dort gewichtsreduzierende Multimaterialverfahren zum Einsatz, bei denen die Windschutzscheibe entscheidend zur Gesamtstabilität beiträgt.“ Zusätzlich könnten bereits kleinste Verschiebungen enorme Abweichungen der dort verbauten Fahrerassistenzsysteme verursachen.

Genau dies lässt sich jedoch laut Sika mit dem neuen Klebstoff vermeiden und die vollständige Stabilität garantieren. Er ist dem Hersteller zufolge nach 90 Minuten durchgehärtet und stellt die ursprüngliche Torsionssteifigkeit auf das Niveau des Erstausrüsters.

Wie Gaukel erklärt, könnten unmittelbar nach dem Aushärten Lkw-Fahrerhäuser problemlos gekippt werden, um etwa Inspektionen durchzuführen: Ein Verrutschen der Scheibe sei ausgeschlossen und auch die Assistenzsysteme seien dauerhaft sicher kalibriert, so der Vertriebsleiter.

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