Sinkende Insolvenzzahlen in der Kfz-Branche

Fast alle Branchenbereiche profitieren

| Autor: Andreas Grimm

(Foto: Rehberg / »kfz-betrieb«)

Die Zahl der Pleiten im deutschen Kfz-Gewerbe ist wieder rückläufig. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag mitteilte, wurden für den bisher ausgewerteten Monat Januar 42 Insolvenzfälle gezählt – ein Viertel (-26,3 %) weniger als im Januar des Vorjahres. Betroffen waren davon 109 Arbeitnehmer, die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger summieren sich auf 280,9 Millionen Euro.

Mit ihrer Januar-Entwicklung toppt die Kfz-Branche die gesamtwirtschaftliche Insolvenzentwicklung in Deutschland. Über alle Wirtschaftsbereiche hinweg ging im ersten Monat des Jahres 1.608 Betrieben das Geld aus. Das waren 3,4 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Die Entwicklung zum Jahresstart hebt sich damit positiv vom Gesamtjahrverlauf 2017 ab. Damals war erstmals seit 2010 wieder mehr Unternehmen aus der Branche das Geld ausgegangen als im vorangehenden Jahr. Vor allem im zweiten Halbjahr 2017 hatten die Fallzahlen deutlich zugelegt.

Die positive Entwicklung zieht sich dabei durch alle Bereiche der Branche. Im Kfz-Handel sanken die Fallzahlen von 23 auf 16 Betriebe (-30 %), Werkstätten ging in 14 Fällen das Geld aus (- 22 %). Daneben waren noch eine Lackiererei (unverändert) sowie eine Autowaschanlage (-80 %) von der Schieflage betroffen.

Selbst in dem zuletzt kritischen Bereich des Teilehandels verzeichnen die Statistiker eine punktuelle Verbesserung: Statt neun waren in diesem Tätigkeitsfeld noch acht Betriebe in Schwierigkeiten geraten. Einzig für die Motorradbetriebe wurde die Lage laut der Statistik schwieriger: Die Fallzahl verdoppelte sich von 1 auf 2 Unternehmen.

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