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Sixt Leasing: Mehr als 13.000 neue Verträge im Online-Retail 2019

Autor: Christoph Seyerlein

Sixt Leasing hat in seinem Direktvertriebs-Geschäftsfeld Online-Retail im vergangenen Jahr deutlich mehr neue Verträge ausstellen können als noch 2018. Makellos ist die Bilanz des Konzerns dennoch nicht.

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(Bild: Sixt)

Sixt Leasing hat in seinem Direktvertriebs-Geschäftsfeld Online-Retail im vergangenen Jahr mehr als 13.000 neue Verträge abgeschlossen. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, bedeutet das einen Anstieg um knapp ein Drittel im Vergleich zu 2018. Dennoch ist der Bereich im vergangenen Jahr insgesamt geschrumpft. Grund dafür war eine hohe Anzahl an auslaufenden Geschäftsbeziehungen. So lag der Vertragsbestand im Online-Retail mit 44.300 insgesamt um 0,8 Prozent unter dem des Vorjahres.

Noch deutlicher, nämlich um 6,1 Prozent, ging der Vertragsbestand im Flottenleasing zurück (40.499). Dagegen konnte das Unternehmen im Flottenmanagement zulegen. Hier wuchs der Bestand um 22,5 Prozent auf 51.500 Verträge. Im Wesentlichen ist das auf die Übernahme der Flottenmeister GmbH mit gut 7.000 Verträgen zurückzuführen.

Beim operativen Umsatz musste Sixt Leasing im vergangenen Jahr Einbußen von 2,6 Prozent auf 468,2 Millionen Euro hinnehmen. Dank deutlich gestiegener Verkaufserlöse lag der Konzernumsatz mit 824,4 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr aber im Plus (+2,3 %). Das Ergebnis vor Steuern betrug 29,3 Millionen Euro (-4 %). Die operative Umsatzrendite lag 2019 bei 6,3 Prozent.

Im laufenden Jahr sieht Vorstandschef Michael Ruhl sein Unternehmen anspruchsvolleren Rahmenbedingungen ausgesetzt als noch 2019. „Vor allem die Ausbreitung des Coronavirus stellt uns vor große Herausforderungen. Dennoch sind wir überzeugt, diese Situation zu meistern“, so Ruhl. „Unser Ziel bleibt es, der führende Anbieter von längerfristiger Auto-Mobilität in Europa zu werden.“

Einstieg von HCBE steht bevor

Neuen Rückenwind erhofft sich Sixt Leasing dabei vom künftigen Großaktionär Hyundai Capital Bank Europe (HCBE). Das Joint Venture von Santander Consumer Bank und Hyundai Capital Services hatte sich am 21. Februar mit der Sixt SE darauf verständigt, deren 41,9-prozentige Beteiligung an der Sixt Leasing SE aufzukaufen. Am Dienstag veröffentlichte die HCBE nach Freigabe der Bafin nun die Angebotsunterlage. Bis zum 30. April hat die Sixt SE nun Zeit, das Angebot anzunehmen. Der Verkaufspreis soll 18 Euro pro Aktie betragen. Daraus ergibt sich für Sixt ein Erlös von 155,6 Millionen Euro.

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Über den Autor

 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«