Skoda-Auslieferungen stürzen im Oktober ab

WLTP-Probleme in Europa, Marktschwäche in China

| Autor: Andreas Grimm

(Foto: Skoda)

Die WLTP-Probleme haben sich im Oktober in der Verkaufsbilanz von Skoda bemerkbar gemacht. Nach den Monat für Monat gemeldeten Auslieferungsrekorden musste der tschechische Hersteller nun im Oktober einen Rückgang um 7,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat vermelden. Im Oktober kamen laut dem Hersteller 99.400 Neuwagen an ihren Bestimmungsort, im Oktober 2017 waren es 107.400 Einheiten gewesen.

Im Gesamtjahr liegt der Skoda-Absatz aber noch immer mit 6,1 Prozent im Plus. Bereits Mitte Oktober übersprang Skoda die Marke von einer Million Auslieferungen, das war zwei Wochen früher als im Vorjahr. Damit knackt Skoda nun das fünfte Jahr in Folge die Million-Marke.

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Den Rückgang im Oktober begründete Skoda mit der laufenden Umstellung aller Baureihen auf den neuen Prüfzyklus WLTP. Wegen noch ausstehender Typgenehmigungen seien „einige Motor-/Getriebevarianten temporär nicht verfügbar, abhängig von der jeweiligen Modellspezifikation“. Sollten diese Probleme überwunden sein, dürfte es auch wieder aufwärtsgehen, stehen doch mit den SUV Kamiq (für China) und Karoq zwei Wachstumstreiber bereit.

In den Regionen, die nicht von der WLTP-Umstellung betroffen sind, geht das Absatzwachstum bereits jetzt munter weiter. In Russland liefert Skoda im Oktober 7.600 Fahrzeuge an Kunden aus. Das waren 33,1 Prozent mehr als im Oktober 2017. In Osteuropa verkaufte Skoda 17,7 Prozent mehr (4.300 Neuwagen), in Indien ging es 4,5 Prozent aufwärts (1.600 Einheiten).

Dagegen waren die Auslieferungen in Westeuropa mit einem Minus von 3,7 Prozent auf 36.800 Einheiten klar rückläufig. Auch in Zentraleuropa brachte Skoda weniger Fahrzeuge an den Mann. Zwischen Ostsee und Adria sanken die Auslieferungen allerdings nur um 1,2 Prozent auf 18.000 Einheiten.

Starke Einbußen erlitt das Fabrikat jedoch in China, dem größten Einzelmarkt der Tschechen. Dort wurde Skoda noch 26.100 Autos los – ein Rückgang um 21 Prozent. Damit verlor das Fabrikat jedoch stärker als die Gesamtbranche. Eine seit fünf Monaten anhaltende Autoflaute hatte die Verkäufe in China im Oktober insgesamt um gut 13 Prozent ins Minus gedrückt.

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