Skoda bekommt Absatzrückgang in China zu spüren

Weltweites Auslieferungsminus von 1,1 Prozent

| Autor: Andreas Grimm

(Foto: Skoda)

Das Jahr 2019 beginnt für Skoda ungewohnt: Die tschechische Volkswagentochter konnte ihren Absatz zum Jahresstart nicht wie in der Vergangenheit weiter steigern, sondern verbuchte weltweit einen Rückgang der Auslieferungen um 1,1 Prozent. Damit fanden im Januar 102.600 Skoda-Neuwagen einen Abnehmer.

Ursächlich für den Rückgang sind zwei Absatzregionen: China und der Heimatmarkt Zentraleuropa, die beide fast 12 Prozent rückläufig waren. Dabei schlägt vor allem die Entwicklung in China auf das Gesamtergebnis durch, ist der Markt in Fernost doch der größte Einzelmarkt des Fabrikats. Hier verkaufte Skoda im Januar noch 27.800 Neuwagen, 3.700 Einheiten weniger als vor Jahresfrist. In Zentraleuropa, also zwischen Ostsee und Adria, verlor Skoda 2.200 Abnehmer.

Gleichzeitig ist das Fabrikat in Westeuropa weiter auf Wachstumskurs. Hier stiegen die Verkäufe um 6,2 Prozent auf 41.000 Einheiten an. Und obwohl der russische Automarkt seinen Schwung des letzten Jahres verloren hat, weitete Skoda seine Verkäufe dort um 23 Prozent auf 5.500 Einheiten aus.

Wichtigster Stabilisator des Absatzes ist derzeit der Kompakt-SUV Karoq. Seine Verkäufe haben sich im Januar auf 11.800 Einheiten mehr als verdreifacht. Auch der nur in China angebotene und dort erst zur Jahresmitte 2018 gestartete Kamiq (nicht zu verwechseln mit dem für Europa angekündigten kleinen Crossover-SUV gleichen Namens) steigert seinen Absatz weiter. Er verkaufte sich im Januar 6.100 Mal. „Die SUV-Modelle gehören verlässlich zu unseren wichtigsten Wachstumstreibern“, sagte Skoda-Vertriebsvorstand Alain Favey.

Kodiaq schwächelt

Der Kodiaq, der in der jüngeren Vergangenheit starke Zuwächse erzielte, schwächelte allerdings im Januar. Sein Absatz sank um 15,9 Prozent. Stark rückläufig waren weltweit auch der Kleinwagen Fabia (-23,4 %) sowie das Flaggschiff Superb, das allerdings einen unerwarteten Höhenflug hinter sich hat. Aber auch das Kernmodell Octavia verliert weiter an Zuspruch, befindet sich jedoch in seinem letzten Verkaufsjahr. Dagegen verkauft sich der Rapid, der in Kürze durch ein komplett neues Modell ersetzt werden soll, den Skoda Scala, noch erstaunlich stabil.

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