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Skoda Enyaq iV – Elektro-Alleskönner

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Apropos Laden: Hier gilt es, bei der Bestellung des Enyaq genau auf die Antriebs-/Batterievarianten zu schauen. Denn je höher Motorleistung und Akku-Kapazität, desto schneller kann geladen werden. Das Basismodell schafft an der heimischen Wallbox maximal nur 7,2 kW Wechselstrom, 50 kW sind es an einer Gleichstromsäule (DC). Die höherwertigen Enyaq-Modelle lassen 11,0 kW (AC) und bis zu 125 kW DC zu, was die Standzeiten an Autobahnrastplätzen drastisch verkürzt. Es verwundert nicht, dass Skoda meldet, dass bereits rund 70 Prozent der über 5.000 Vorbestellungen auf das Modell iV80 fallen.

Skoda Enyaq: Elektro-Alleskönner
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Auch um andere kleine Annehmlichkeiten an Bord zu haben, empfiehlt es sich, beim Enyaq nicht auf das Basismodell zu setzen. Für ihn gibt es beispielsweise nicht die neue und interessante Sitzbezugkombination Naturfaser/Wolle. Ebenso Fehlanzeige: eine Wärmepumpe zur Reichweitenerhöhung, eine schicke 20-Zoll-Felge oder eine Anhängerkupplung. Letztere kreuzen fast 80 Prozent im Konfigurator an, um Fahrräder transportieren zu können. Im Cockpit hat der Basis-Enyaq zudem nur ein Zehn-Zoll- und kein 13-Zoll-Display.

Allen Versionen gemein sind jedoch das extrem gute Raumgefühl und das riesige Platzangebot. Bedingt durch die sogenannte MEB-Konzernplattform, auf der der Enyaq steht, und dem geringen Platzbedarf des Elektroantriebs profitieren die Insassen enorm. Selbst hinten sitzt es sich wie in der Business-Lounge. Der Kofferraum fasst 585 Liter, ist leicht zu beladen, hat unter dem Boden noch diverse Staufächer und lässt sich durch Umklappen der Rücksitzlehnen auf 1.710 Liter erweitern. Ein Niveau, das mancher Premiumkombi der Oberklasse nicht erreicht.

Mit dem Enyaq iV ist Skoda ein großer Wurf gelungen. Das Elektro-SUV soll nicht irgendeine Nische für Individualisten belegen, sondern massiv ins Volumen gehen. Im Fokus stehen verstärkt Geschäftskunden. Denn Fahrer von Dienstwagen profitieren, was steuerliche Belange angeht, bei E-Autos enorm. Nur 0,25 Prozent anstatt der üblicherweise 1,0 Prozent des Bruttolistenpreises müssen als geldwerter Vorteil (bei privater Nutzung des Dienstwagens) versteuert werden. Im Jahr kann da durchaus ein schönes Sümmchen zusammenkommen.

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