Skoda-Händler blicken selbstbewusst nach vorne

Autor / Redakteur: Joachim von Maltzan / Joachim von Maltzan

Die Rendite der Skoda-Vertragspartner liegt bei 2,4 Prozent. Angesichts vieler offener Fragen hakte Verbandspräsident Thomas Peckruhn auf der Verbandstagung dennoch kritisch beim Importeur nach.

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Sechs Prozent Marktanteil – so sieht das ambitionierte Ziel aus, das Skoda-Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann mittelfristig für die deutsche Vertriebstochter ansteuert. Angesichts der anstehenden neuen Modelle sei er zuversichtlich, dass Skoda in Deutschland noch kräftig zulegen könne, sagte er auf der Tagung der deutschen Skoda-Vertragspartner in Magdeburg.

Knapp 340 Skoda-Partner waren der Einladung des Verbands gefolgt, die am vergangenen Wochenende zugleich das 20-jährige Bestehen ihrer Interessenvertretung feierten. Prominente Redner wie ZDK-Präsident Robert Rademacher und VdIK-Präsident Volker Lange hatten das Jubiläum zum Anlass genommen, den Händlern zur Entwicklung der Marke persönlich zu gratulieren.

Mit einem Rückblick auf zwei Jahrzehnte Arbeit beleuchtete der Händlerverband am Galaabend die Aufbauleistung, die die deutschen Skoda-Händler leisteten, um die Marke Skoda unter den Top-Importmarken zu platzieren. Denn neben guten Produkten brauche ein Fabrikat eine engagierte Händlerschaft, um eine derartige Erfolgsgeschichte zu schreiben, so der ZDK-Präsident.

Forderungen an den Importeur

Auf der Händlertagung wurden dennoch kritische Stimmen laut. Verbandspräsident Thomas Peckruhn betonte zwar das „nicht so ganz schlechte Jahr 2011“, und verwies auf diverse Verbesserungen. Beispielsweise sind die Quoten der Parallelimporte gegenüber 2010 um rund vier Prozent gesunken, und auch die belastende Diskussion über die Positionierung der Marke gehört inzwischen der Vergangenheit an.

Peckruhn verwies aber gleichzeitig auf viele offene Baustellen, die das Geschäft der Skoda-Händler erschweren. Dabei stand die Liefersituation ganz oben auf seiner Agenda. Er bemängelte nicht nur die teilweise extrem langen Lieferzeiten, sondern auch die mangelnde Verlässlichkeit. Es könne nicht angehen, dass ein Händler auf ein Kundenfahrzeug Monate warten müsse, während das gleiche Fahrzeug bei einem anderen Partner viel zu früh geliefert werde, sodass es der Kunde noch nicht abnehmen könne. Die Händler sehen sich deshalb mit vielen unzufriedenen Kunden konfrontiert.

Seite 2: Offene Fragen zur CI-Anpassung

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