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Skoda-Händler fordern Eindämmung der Re-Importe

| Autor / Redakteur: Joachim von Maltzan / Joachim von Maltzan

Die kräftig steigenden Re-Importe von Skoda-Modellen machen den deutschen Handelspartnern das Leben schwer. Seit 2009 hat sich ihre Anzahl verdoppelt, 2010 sind es bereits 20.000 Einheiten.

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Die kräftig steigenden Re-Importe von Skoda-Modellen machen den deutschen Handelspartnern das Leben schwer. Seit 2009 hat sich ihre Anzahl verdoppelt, 2010 sind es bereits 20.000 Einheiten. „Es kann nicht sein, dass der Hersteller am Handel vorbei seine Produkte in den Markt steuert“, sagte Verbandsvorsitzender Thomas Peckruhn anlässlich der diesjährigen Mitgliederversammlung der deutschen Skoda-Vertragspartner am vergangenen Wochenende in Potsdam. Er appellierte an den Importeur, die Re-Importe wieder einzudämmen.

Auch die derzeitige Liefersituation sei unbefriedigend und würde viele Kunden verärgern. Der Verband fordert daher den Hersteller auf, sofort zusätzliche Quoten in den deutschen Markt zu steuern.

Beschädigung der Marke

Verärgert zeigte sich Peckruhn zudem über die anhaltende Diskussion über die Positionierung der Marke Skoda im Volkswagen-Konzern. Diese wirke sich kontraproduktiv für Skoda aus, beschädige das Ansehen der Marke und verunsichere die Kunden. Außerdem sei sie völlig überflüssig, denn Skoda erobere deutlich mehr Kunden von Fremdmarken als von der Marke Volkswagen. Zudem hole VW selbst mehr Kunden von Skoda als umgekehrt.

Problematisch sei außerdem die „Prozesskostenoptimierung“ von Skoda. Sie führe faktisch zu einer Abwertung der Produkte und verärgere die Kunden. Dennoch sieht Peckruhn die Ziele, die sich Skoda Deutschland für das kommende Jahr mit einem Marktanteil von 4,66 Prozent gesetzt habe, als realistisch und erreichbar an, sofern das A0-Segment sich wieder erholen und Skoda Deutschland dies mit marktgerechten Einpreisungen und passenden Aktionen begleiten würde.

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