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Skoda kehrt zurück zu globalem Wachstum

Autor: Andreas Grimm

Im laufenden Jahr hat die Marktschwäche in China dem tschechischen Autobauer zu schaffen gemacht. Damit war zumindest im Oktober Schluss. Skoda legte auf dem größten Einzelmarkt gegen den Trend leicht zu und stoppte den weltweiten Rückgang der Auslieferungen.

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(Bild: Grimm / »kfz-betrieb«)

Skoda hat sich im Oktober vom rückläufigen Neuwagenmarkt in China emanzipiert und seine globalen Auslieferungen deutlich gesteigert. Weltweit kamen nach Angaben des Autobauers 105.300 Fahrzeuge zu den Käufern. Das war ein Plus von 5,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Dabei verzeichnete der Autobauer in allen Vertriebsregionen mehr oder weniger hohe Zuwächse.

In den ersten drei Quartalen war der Absatz von Skoda weltweit noch um 2,7 Prozent gesunken. Ursache hierfür war die anhaltende Marktschwäche in China, dem wichtigsten Einzelmarkt des tschechischen Herstellers.

Besonders stark entwickelte sich das Fabrikat im Oktober in Russland. Dort legten die Auslieferungen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 16,9 Prozent auf 8.900 Einheiten zu. Das ist insofern bemerkenswert, als der russische Markt bereits das ganze Jahr über rückläufig ist und im Oktober über 5 Prozent verloren hat. Im restlichen Osteuropa lief es dagegen nicht so gut. Dort kletterten die Auslieferungen um verhältnismäßig geringe 1,4 Prozent auf 4.400 Einheiten.

Noch geringer fiel das Wachstum in China aus. Dort verkaufte Skoda 26.300 Neuwagen, das waren 0,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Angesichts des allgemeinen Marktrückgangs in China um 6 Prozent im Oktober ist dieser Wert allerdings als Erfolg zu werten.

Ordentliches Plus auf dem Heimatmarkt

Im Heimatmarkt Zentraleuropa brachte Skoda 19.400 Einheiten an den Mann, ein Plus von 8,0 Prozent. In Westeuropa fiel das Zulassungsplus von 6,7 Prozent auf 39.300 Einheiten ebenfalls sehr ordentlich aus. Hier wie auf der Welt hat laut Skoda-Vertriebsvorstand Alain Favey „die hohe Nachfrage nach unseren SUV-Modellen zu diesem Erfolg maßgeblich beigetragen“.

Damit die Entwicklung nicht abreißt, hat der Autobauer speziell für den chinesischen Markt zuletzt das SUV-Coupé Kamiq GT vorgestellt. Zur Stabilisierung des Absatzes beitragen soll zudem das Kernmodell der Marke, der Octavia, dessen vierte Generation Skoda am 11. November in Prag vorgestellt hat.

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 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«