Skoda Kodiaq: Ansage mit sieben Sitzen

Autor / Redakteur: sp-x / Christoph Seyerlein

Anfang 2017 will Skoda mit dem Kodiaq den SUV-Markt aufmischen. Das tschechische Modell basiert teilweise auf dem VW Tiguan, ist aber 20 Zentimeter länger und der erste Siebensitzer seines Segments.

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Der Skoda Kodiaq wird das erste siebensitzige SUV seiner Klasse.
Der Skoda Kodiaq wird das erste siebensitzige SUV seiner Klasse.
(Bild: Skoda)

Skodas sogenannte „kristalline“ Tarnfolie hat es in sich. Niemand vermag zu erkennen, was für ein SUV darunter steckt. Das hat seinen guten Grund: Es sind Vorserienmodelle des Kodiaq, unterwegs auf letzten Abstimmungsfahrten. Die tschechische Volkswagentochter wird ihren neuen Geländewagen erst am 1. September der Öffentlichkeit zeigen und will sich bis dahin vor Erlkönig-Jägern, den Paparazzi der Autoindustrie, schützen. So lange gilt die höchste Geheimhaltungsstufe.

Dabei hat Skoda seine jüngste Neuheit in fast identischem Outfit bereits im März auf dem Genfer Autosalon gezeigt. Dort hieß das Auto nur „Vision S“ und galt offiziell als Studie. Das Serienmodell wird bis auf wenige Details genauso aussehen. Es wird den typischen Hexagonal-Grill tragen, das Vieraugen-Gesicht haben und seitlich über die gleiche Fenster-Graphik verfügen. Der Kodiaq misst 4,70 Meter und ist damit über 20 Zentimeter länger als der VW Tiguan, mit dem er sich die technische Grundlage teilt. Skoda wollte mehr Raum und Funktionalität bieten, wofür der Autobauer mittlerweile weit über seine tschechischen Grenzen bekannt ist.

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Die vier getarnten Kodiaq stehen für eine letzte Testfahrt bereit. Ort des Geschehens: Storfjord in Norwegen. Ein Gebiet fast wie Alaska, nach dessen Bären Skoda sein SUV benannt hat. Mit an Bord sind Vorstände, Designer und Entwickler. Fürs Cockpit gilt strengstes Fotografier-Verbot. Einige Bereiche sind mit schwarzer Folie verklebt, viele Kunststoffteile haben noch keine Narbung, sehen dadurch glatt und billig aus. Erst wenn die Passungen optimal sitzen, erhalten die Teile ihre endgültigen Oberflächen.

Zu sehen sind jedoch klar gezeichnete Rundinstrumente und in der Mitte des Armaturenbretts ein großes 8-Zoll-Display, dessen seitliche Bedientasten ebenfalls unter Glas sind. Das wirkt edel und hochwertig. Skoda verwendet hier die neueste Generation des MIB, des Modularen Infotainment Baukastens aus dem VW-Konzern. So stehen auch erstmals Apps, ein WLAN-Hotspot, verschiedene Online-Dienste und sogar eine kabellose Ladeschale fürs Handy in der Aufpreisliste. Auch die Kartendarstellung als Google Earth und Google Street View ist jetzt möglich. Moderner war noch nie ein Skoda.

Modern, vielseitig, praktisch

Vielseitiger und praktischer allerdings auch nicht. Optional kann der Kodiaq als erstes Modell von Skoda mit einer dritten Sitzbank geordert werden. Sie steckt im Kofferraumboden und lässt sich ruckzuck aufstellen. Bieten diese Notsitze gewöhnlich gerade einmal Kleinkindern Platz, so können im Kodiaq auch Erwachsene dort halbwegs vernünftig sitzen. Vorausgesetzt, die beiden vorderen Sitzreihen werden ein wenig nach vorne geschoben. „Der Kodiaq ist ein echter Siebensitzer“, sagt Vorstandschef Bernhard Maier, „das finden Sie sonst nirgends im Segment.“

Unschlagbar dürfte der tschechische Bär auch in den Disziplinen Kofferraum und Ladekapazität sein. Als Fünfsitzer passen hinten noch üppige 720 Liter rein. Liegt die zweite Sitzreihe flach, sind es gigantische 2.065 Liter, mehr als selbst der als Raumwunder titulierte Mercedes E-Klasse Kombi zu bieten hat. Auch bei der Funktionalität lässt sich Skoda nicht lumpen. Gegen Aufpreis öffnet und schließt die Heckklappe mittels Fußschwenk. Praktisch, wenn der Einkauf nicht zuvor auf den Boden gestellt werden muss.

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