Skoda leitet Kooperation des VW-Konzerns mit Tata

Hersteller unterzeichnen Absichtserklärung

| Autor: Andreas Grimm

(Bild: Grimm / »kfz-betrieb«)

Bereits auf dem Genfer Autosalon hatte es starke Hinweise auf eine engere Zusammenarbeit zwischen dem VW- Konzern und Tata gegeben (»kfz-betrieb« berichtete), nun haben die Wolfsburger die Kontakte bestätigt. Konzernchef Matthias Müller, Skoda-Chef Bernhard Maier sowie Tata-Motors-Boss Günther Buschek hätten eine Absichtserklärung unterzeichnet, um „die Möglichkeiten einer langfristigen und strategischen Zusammenarbeit in klar definierten Bereichen“ auszuloten.

Mit der Unterzeichnung des „Memorandum of Understanding" prüfen beide Seiten die Möglichkeiten einer strategischen Partnerschaft in Indien. Dabei könne die Kooperation von der Entwicklung von gemeinsamen Fahrzeugkomponenten bis hin zu möglichen Fahrzeugkonzepten reichen, heißt es in einer VW-Mitteilung vom Freitag. Innerhalb des Konzerns ist Skoda für die Projektleitung zuständig.

Die konkrete Ausgestaltung der strategischen Zusammenarbeit zwischen dem Volkswagenkonzern und Tata Motors soll detailliert in den kommenden Monaten geprüft und erarbeitet werden, heißt Bis die endgültigen Ergebnisse vorliegen, haben die beteiligten Parteien Stillschweigen vereinbart. Die Wolfsburger hatten vor einigen Jahren schon einmal versucht, eine Partnerschaft in Asien aufzubauen – mit Suzuki. Diese Verbindung hatte allerdings in einem erbitterten Streit geendet.

Die jetzt angedachte Zusammenarbeit sei langfristig angelegt, heißt es vom VW-Konzern. Man wolle gemeinsam „konzern- und markenübergreifend die Voraussetzungen schaffen, um kundenadäquate Mobilitätslösungen auch für die neuen, schnell wachsenden Automobilmärkte anbieten zu können“. Dem VW-Konzern fehlen nach der gescheiterten Kooperation mit Suzuki noch immer günstige Fahrzeuge für die asiatischen Schwellenländer, Tata hat Nachholbedarf an technischem Know-how.

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