Skoda Rapid Spaceback: Preiswert in die Golf-Klasse

Autor / Redakteur: sp-x / Gerd Steiler

Bislang war Skoda in der Kompaktklasse nicht mit einem klassischen Steilheckmodell vertreten – auch, um dem Golf keine direkte Konkurrenz zu machen. Das ändert sich jetzt.

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Der Skoda Rapid Spaceback feiert auf der Frankfurter IAA seine offizielle Premiere.
Der Skoda Rapid Spaceback feiert auf der Frankfurter IAA seine offizielle Premiere.
(Foto: Skoda)

Skoda steigt in die Golf-Klasse ein. Mit dem Rapid Spaceback bringt die tschechische VW-Tochter erstmals einen klassischen kompakten Fünftürer mit Steilheck auf den Markt. Premiere feiert der Neue auf der IAA in Frankfurt, kurz darauf folgt die Markteinführung.

Bisher gibt es den Rapid nur mit Stufenheck – einer in Ost- und Südeuropa stark, im Zentrum des Kontinents aber kaum nachgefragten Karosserieform. Hierzulande regiert das Steilheck die Kompaktklasse, was nun die neue Variante nutzen will.

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Reichlich Platz für Mensch und Gepäck

Mit rund 4,30 Metern Länge liegt der Spaceback auf einem Niveau mit dem Audi A3 Sportback und knapp oberhalb des fünftürigen Golf. Das Design entspricht bis zur B-Säule dem der Limousine, dahinter sinkt die Dachlinie leicht ab und geht in die leicht schräg stehende Heckklappe über. Im Vergleich zur eher prosaischen Stufenhecklimousine legt der Spaceback insgesamt mehr Wert auf einen schicken Auftritt. Den soll auch ein umfangreiches Individualisierungsprogramm unterstreichen, zu dessen Höhepunkten ein Panorama-Glasdach sowie eine verlängerte Heckscheibe gehören. Werden beide Optionen kombiniert, entsteht eine fast durchgängige Glasfläche, die vom Windschutzscheibenansatz bis zum Heckscheibenwischer reicht.

Punkten will der Spaceback auch mit seinem großen Kofferraum. Bei voller Bestuhlung stehen sehr gute 415 Liter zur Verfügung, bei umgeklappter Rückbank sind es 1.380 Liter – mehr als bei den meisten Konkurrenten. Zudem versprechen die Tschechen eine herausragende Knie- und Kopffreiheit im Fond. Markentypisch sind auch die cleveren Detaillösungen wie der Eiskratzer im Tankdeckel, der flexible Wendeboden für den Laderaum und der Abfallbehälter in der Seitentür.

Preiswert und eigenständig

Auch wenn der Skoda im gleichen Segment wie der Golf 7 antritt, teilt er sich nicht die Technik mit dem Wolfsburger Marktführer. Stattdessen bedient er sich aus dem gut gefüllten Teileregal der Konzernmutter und kombiniert Elemente von Klein- und Kompaktwagen. Beim Antrieb hingegen kann er zumindest teilweise auf die modernen Motoren des Golf zurückgreifen. Zum Marktstart gibt es vier Benziner und zwei Diesel, die ein Leistungsband von 55 kW/75 PS bis 90 kW/122 PS abdecken. Besonders sparsam tritt die verbrauchsoptimierte Diesel-Variante Green Tec mit 66 kW/90 PS und einem Verbrauch von 3,8 Litern auf.

Preise nennt der Hersteller noch nicht. Sie dürften aber in etwa auf dem Niveau der 14.000 Euro teuren Limousine liegen. Und damit weit unterhalb der Preise des VW Golf, der knapp 17.000 Euro kostet. Auch von den beiden weiteren Kompaktmodellen der Tschechen, dem bereits mit neuer Golf-Technik ausgerüsteten Octavia (ab 15.990 Euro) und dem ebenfalls neuen Octavia Combi (ab 16.400 Euro), wird sich der Spaceback spürbar absetzen.

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