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Skoda Scala: Bestellstart ohne Einstiegsmodell

| Autor: Andreas Grimm

Für die Skoda-Händler geht die Modelloffensive weiter. Sie können nun das neue Kompaktklasse-Modell Skala bestellen. Der Rapid-Nachfolger ist zunächst aber nicht in der Basisvariante erhältlich.

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Der Skoda Scala ist ab sofort in Deutschland bestellbar.
Der Skoda Scala ist ab sofort in Deutschland bestellbar.
(Bild: Skoda)

Ab sofort will Skoda in der Kompaktklasse stärker punkten als bislang. Am Freitag öffnete der Importeur die Bestellkanäle für den Scala, das Nachfolgemodell für den zumindest in Deutschland nur mäßig erfolgreichen Rapid. Wie zuletzt von den Tschechen gewohnt, hat das neue Modell serienmäßig ein umfangreiches Paket an Assistenzsystemen sowie den Datendienst Skoda Connect an Bord. Dafür müssen sich Sparfüchse noch gedulden: Die Basisversion soll erst später im Jahr kommen.

Los geht es für die „First Mover“ derzeit bei 21.450 Euro für den Skoda Scala Ambition. Er ist dann ausgerüstet mit einem 1,0 TSI-Motor, der 85 kW (115 PS) leistet und die Kraft über ein manuelles Sechsgang-Getriebe auf die Straßen bringt. Die später nachzureichende Einsteigerversion hat einen nur 70 kW starken 1,0 TSI-Motor mit Fünfgang-Getriebe, kostet dann aber glatte 4.000 Euro weniger. Zum Vergleich: Der Einstiegspreis für den fünftürigen Golf liegt bei 19.300 Euro. Dafür bekommt der Kunde aber nur einen 63 kW starken 1.0 TSI.

Skoda Scala: Platz da in der Kompaktklasse
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Zuletzt hatten die Modelleinführungen die Skoda-Verantwortlichen gelehrt, dass die Einstiegsvarianten kaum geordert werden. Allerdings galt der Rapid als Geheimtipp unter Privatkunden, was das Preis-Leistungsverhältnis angeht. Letztlich hatte Skoda im Jahr 2018 etwa 16.100 Rapid-Neufahrzeuge in Deutschland abgesetzt, das waren 8,2 Prozent aller Verkäufe. Weltweit liegt der Rapid-Absatz in etwa gleichauf mit dem Fabia-Volumen und stellt 15 Prozent der Verkäufe.

Mit dem Scala hat Skoda sein Kompaktmodell vollkommen neu aufgebaut. Er ist um sechs Zentimeter auf 4,36 Meter Länge gewachsen und damit eine Handbreit länger als der VW Golf. Auch der Radstand hat zugelegt, zwischen den Achsen sind jetzt 2,65 Meter Platz, der Zuwachs kommt dem Innenraum zugute. Der Anspruch von Skoda, in praktischen Dingen immer eine Spur besser zu sein selbst als die konzerninterne Konkurrenz, gilt also auch für das neue Familienmitglied.

Den Scala gibt es auch als Diesel

Der Kofferraum bietet den Insassen 467 Liter Stauvolumen. Bei umgeklappter Rückbank erhöht sich das Fassungsvermögen auf 1.410 Liter. Den kombinierten Verbrauch für den 1,0 TSI mit 85 kW, das derzeit faktische Einstiegsmodell, gibt Skoda mit 5,0 Litern auf 100 Kilometern an (gleich 113 g/km CO2).

Neben den Basis-TSI-Motoren hat Skoda alternativ einen 1,5-Liter TSI mit 110 kW (150 PS) sowie einen 1,6-Liter TDI-Motor mit 85 kW (115 PS) im Angebot, wobei der Kunde dann wählen kann zwischen DSG und 6-Gang-Handschaltgetriebe. Alle Motoren verfügen über Start-Stopp-Automatik sowie Bremsenergierückgewinnung und erfüllen die Abgasnorm Euro 6d-Temp.

In der Basisversion Active bietet der Scala unter anderem Fahrlicht- und Spurhalteassistent, Kollisionsverhinderer und einen Speedlimiter. Außerdem sind beheizbare Außenspiegel und ein Infotainmentsystem mit 6,5-Touchdisplay an Bord. Dank Skoda Connect ist es dem Nutzer per Smartphone App zudem möglich, das Fahrzeug zu lokalisieren und sich zum Beispiel Bordcomputer-Informationen wie Restreichweite anzeigen zu lassen.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«