Skoda setzt überraschend Preis für Citigo-E hoch

Autor: Andreas Grimm

Der Einstieg in die Elektromobilität wird für Skoda-Kunden deutlich teurer – zumindest auf dem Papier. Der Basispreis des rein elektrisch angetriebenen Modells Citigo-E steigt um 4.000 Euro. Dafür erhalten die Käufer nun ab Werk eine hochwertige Ausstattung.

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Den Citigo-E bietet Skoda nur noch in der Ausstattungsvariante „Best of“ an. Der Listenpreis steigt damit um 4.000 Euro, die Ausstattung ist dafür recht umfassend.
Den Citigo-E bietet Skoda nur noch in der Ausstattungsvariante „Best of“ an. Der Listenpreis steigt damit um 4.000 Euro, die Ausstattung ist dafür recht umfassend.
(Bild: Skoda)

Skoda hat die Preise für sein erstes reines E-Auto durch die Hintertür angehoben. Laut einer Mitteilung des Autobauers ist der Kleinwagen Citigo-E iV nur noch als neu aufgelegtes Sondermodell „Best of“ erhältlich. Dieses Modell löse die bisherigen – und teils deutlich günstigeren – Ausstattungsstufen Ambition und Style ab, heißt es von Skoda Auto Deutschland.

Immerhin hat der „Citigo-e iV Best of“, der bei 24.990 Euro startet, in seinem Ausstattungspaket dann auch nahezu alles an Bord, was die Ausstattungsliste des Kleinstwagens hergibt. Als Skoda im September 2019 den elektrischen Citigo auf der IAA 2019 vorstellte, war der damalige Einstiegspreis von 20.950 Euro (nach Abzug der E-Kaufprämie: 16.570 Euro) als günstiger Einstieg in die Elektromobilität gefeiert worden, wobei eine Leasingrate von 145 Euro die Schwelle zur neuen Antriebstechnik nochmals senkte.

Laut dem Importeur habe das bisherige Kundenverhalten gezeigt, dass Fahrzeuge mit hochwertiger Ausstattung gefragt sind und die E-Kunden „viel Auto“ wünschen. Das bestätigt auch ein Händler, der in seinen Betrieben bislang schon überwiegend hochwertig ausgestattete Modelle verkauft hat. Er hat daher auch keine Bauchschmerzen, dass es jetzt nur noch den „Best of“-Citigo geben soll. Angesichts der eingeschränkten Verfügbarkeit der Modelle werde er sein Kontingent auch in der hochwertigen Ausstattung verkaufen. Allerdings sei die Maßnahme für den Handel etwas überraschend gekommen.

Der Importeur macht auf Anfrage auf einen weiteren Aspekt aufmerksam: Der Hersteller verzeichne für die beiden elektrifizierten Modellen, neben dem Citigo-E iV auch für den Superb iV, einen sehr guten Auftragseingang „über den Erwartungen“. Dies habe Auswirkungen auf die Produktionskapazitäten. „Die Fokussierung auf eine Modellvariante trägt dazu bei, dass der Citigo e iV weiterhin für unsere Kunden bestellbar ist“, heißt es in der Stellungnahme von Skoda Auto Deutschland.

Ausgestattet ist der Citigo-E nun regelmäßig mit 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, Geschwindigkeitsregelanlage, Licht- und Regensensor sowie dunkel getönten Heck- und hinteren Seitenscheiben. Zu den weiteren Komfortmerkmalen zählen unter anderem beheizbare Vordersitze und Parksensoren hinten. Eine beheizbare Frontscheibe sorgt bei eisigen Temperaturen schnell für freie Sicht. Ebenfalls finanziell einzuberechnen ist der bislang aufpreispflichtige CCS-Schnellladeanschluss, der nun im Preis inbegriffen ist.

Beim Neukauf zahlt der Staat 3.000 Euro Förderung. Skoda beteiligt sich ebenfalls mit 3.000 Euro netto – was brutto 3.570 Euro entspricht. Der komplette Bonus beträgt damit 6.570 Euro. Nach Abzug der Umweltbonus-Förderung kostet der elektrische Viersitzer damit 18.420 Euro. Die Schwestermodelle des Citigo, der VW E-Up und der Seat Mii Electric, sind damit laut den bisherigen Listenpreisen deutlich günstiger zu haben. Der Mii ist allerdings erst im nächsten Jahr wieder verfügbar.

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 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«