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Skoda steigert Verkäufe in allen Absatzregionen

| Autor: Andreas Grimm

Stark steigende Auslieferungszahlen für die SUV-Modelle bescherten Skoda im ersten Halbjahr 2018 Rekordwerte für den Neuwagenabsatz. Die Entwicklung dürfte sich weiter fortsetzen, obwohl auch die Tschechen mit einem branchenspezifischen Problem kämpfen.

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Weiter im Aufschwung: Skoda.
Weiter im Aufschwung: Skoda.
(Bild: Grimm / »kfz-betrieb«)

Der Absatz des Volkswagenkonzerns hat im ersten Halbjahr um 7,1 Prozent zugelegt und Skoda hatte daran kräftigen Anteil. Wie der tschechische Hersteller mitteilte, kletterten die Auslieferungen der Konzerntochter zwischen Januar und Juni um 11,6 Prozent. 652.700 Fahrzeugübergaben bedeuten gleichzeitig das beste erste Halbjahr aller Zeiten.

Das Rekordergebnis selbst verwundert dabei nicht, eilt Skoda doch inzwischen gewohnheitsmäßig von Monatsrekord zu Monatsrekord. Das gilt uneingeschränkt auch für den Monat Juni. Für den sechsten Monat des Jahres vermelden die Tschechen 116.500 Verkäufe, ein Plus von 10,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

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Das Skoda-Wachstum stützt sich dabei auf alle Vertriebsregionen. Der bedeutendste Absatzmarkt ist dabei weiterhin Westeuropa, wo der Absatz um 5,9 Prozent auf 267.100 Fahrzeuge im ersten Halbjahr kletterte. Diese Entwicklung ist nicht zuletzt dem deutschen Markt geschuldet, wo die Auslieferungen in diesem Zeitraum um 8,1 Prozent auf 106.800 Fahrzeuge stiegen.

Mit der Entwicklung baute Skoda Auto Deutschland seine Position als stärkste Importmarke in Deutschland aus mit einem Marktanteil von inzwischen 5,8 Prozent (5,5 % im 1. Hj. 2017). „Die positiven Neuzulassungszahlen in den ersten sechs Monaten deuten darauf hin, dass Skoda Auto Deutschland 2018 erstmals über 200.000 Neuzulassungen in einem Kalenderjahr erzielt“, heißt es ungewohnt offensiv in einer Pressemitteilung der Tschechen.

Auch in der Skoda-Heimatregion Zentraleuropa läuft es für das Fabrikat. Zwischen Ostsee und Adria verkaufte der Hersteller 115.000 Fahrzeuge. Das ist ein Zuwachs von 4,8 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018. Höhere Wachstumsraten gibt es weiter östlich. In der Region Osteuropa (ohne Russland) kletterte der Absatz um 17,5 Prozent auf 22.600 Einheiten. Und in Russland selbst ging es um 26,6 Prozent auf 36.300 Neuwagen nach oben.

Größter Einzelmarkt bleibt China. In der ersten Jahreshälfte setzt Skoda dort 165.500 Fahrzeuge ab und legt damit um 23,5 Prozent gegenüber Vorjahr zu. Während andere Importmarken im Juni dort schwächelten, blieb Skoda auf Erfolgskurs. Mit dem Verkaufsstart des speziell für den chinesischen Markt konzipierten SUVs Kamiq hat Skoda zudem dort den Grundstein für weiteres Wachstum gelegt.

Treiber der Entwicklung waren in allen Weltregionen die SUV-Modelle Karoq und Kodiaq. „Unsere moderne und breite Modellpalette kommt bei den Kunden sehr gut an“, kommentierte der Skoda-Vorstandsvorsitzende Bernhard Maier die Zahlen. Stabilisiert werden soll dieser Trend durch das Facelift des Skoda Fabia, das in der zweiten Jahreshälfte erhältlich sein wird. Maier warnte zugleich vor Auslieferungsverzögerungen im Zuge der Umstellung auf den WLTP-Zyklus, wie sie auch andere Fabrikate derzeit befürchten.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«