Skoda Superb: Aufstieg in die Business-Klasse

Autor / Redakteur: Andreas Grimm / Andree Stachowski

Die dritte Generation des Superb hat Skoda deutlich aufgewertet. Mehr Platz, mehr Assistenzsysteme und edleres Design sollen Businesskunden von anderen Fabrikaten abziehen.

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Skoda hat den Superb am 17. Februar in Prag erstmals der Öffentlichkeit gezeigt.
Skoda hat den Superb am 17. Februar in Prag erstmals der Öffentlichkeit gezeigt.
(Foto: Skoda)

Bislang galt der Skoda Superb als die preisgünstige Alternative zur Konzernschwester VW Passat. Auf der Habenseite standen bei den seit 2001 erhältlichen zwei Modellgenerationen des Mittelklassefahrzeugs das üppige Platzangebot, die gute Verarbeitung sowie die solide Technik. Auf der statischen Präsentation der dritten Generation des Superb am 17. Februar in Prag wurde allerdings deutlich, dass Skoda die Erfolgsgeschichte seines Flaggschiff nicht einfach nur fortschreiben will. Mit der Neuauflage geht es den Tschechen auch um Eroberungspotenziale.

Das neue Modell, das in Deutschland ab Mitte Juni antritt, soll 30 Prozent mehr Käufer als bisher anlocken. Im vergangenen Jahr hatten die Tschechen rund 14.400 Einheiten ihres Flaggschiffes hierzulande zugelassen.

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Auch die Händler trauen dem Modell ein Absatzplus zu. „Wir halten den neuen Superb für eine gelungene Abrundung des Modellprogramms“, sagt Thomas Peckruhn, Präsident des Händlerverbands. Das Modell werde seinen Weg machen, sowohl im Privatkunden- als auch nicht zuletzt im Flottengeschäft.

Auf jeden Fall muss Skoda den anvisierten Neukunden mehr bieten als altbekannte Motoren und überkommene Infotainmentsysteme aus dem VW-Konzernbaukasten, wie es bisher der Fall war. Wobei allerdings die bisherige Kundschaft, das sei klar gesagt, angesichts des guten Preis-Leistungsverhältnisses kein Problem hatte mit dem leichten Rückstand auf die technologische Spitze und mehr auf Nützlichkeit denn auf elegante Formensprache aus war.

Als Eroberer soll der Skoda Superb in der neuen Generation in erster Linie Opel Insignia und Ford Mondeo ins Visier nehmen, vermutlich wird er aber auch zahlreiche Passat-Kunden dazu bewegen, mal beim Skoda-Händler reinzuschauen. Dort steht die Mittelklasselimousine ab Mitte Juni. Preislich startet das Modell bei rund 25.000 Euro.

Fürs optische Selbstbewusstsein haben sich die Designer ins Zeug gelegt. Wie es bereits die 2014-Genfstudie Vision C angedeutet hat, ist nun Schluss mit verschobenen Proportionen, die eher an einen aufgepumpten Octavia erinnerten als an eine schicke Hülle denken ließen. Die breite Front samt großem Kühlergrill, auffällige Scheinwerfer sowie markante Falzen auf der Motorhaube vermitteln nun Eigenständigkeit. Der Superb wirkt erwachsen, besonders die Seitenlinienführung mit ihrer nach hinten leicht abfallenden Dachhöhe setzt auf klassisches Limousinendesign. Die serienmäßigen LED-Leuchten sind nun aber breiter und schmaler ausgeführt.

Klassisch ist die einteilige große Heckklappe. Sie schwingt weit auf – auf Wunsch auch elektrisch - und gibt den Blick in einen großen Schlund frei. Das Kofferraumvolumen beträgt 625 Liter. Legt man die Rücksitzlehnen um, steigt der Wert auf 1.760 Liter. Das Raumgefühl für die Insassen ist noch großzügiger als im Vorgänger, ist doch der Radstand noch einmal um acht Zentimeter gewachsen. Trotz der leicht abfallenden Dachlinie sitzen auch im Fond langgewachsene Passagieren ohne Probleme. Dank einem Plus von 4 Zentimeter in der Breite ist auch reichlich Bewegungsspielraum für die Extremitäten gegeben.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«