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Skoda-Technikvorstand Christian Strube geht

Autor: Andreas Grimm

Der langjährige Vorstandschef für die Technische Entwicklung von Skoda beendet zum Jahreswechsel seine berufliche Laufbahn. Am Ende seiner Karriere hatte Christian Strube die Verantwortung für das Zukunftsprojekt Enyaq.

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Skoda-Technikvorstand Christian Strube bei seiner liebsten Arbeit: der Präsentation eines neuen Skoda-Modells. Zum Jahreswechsel geht Strube in den Ruhestand.
Skoda-Technikvorstand Christian Strube bei seiner liebsten Arbeit: der Präsentation eines neuen Skoda-Modells. Zum Jahreswechsel geht Strube in den Ruhestand.
(Bild: IvoHercik.com)

Skoda bekommt zum Jahreswechsel einen neuen Technikvorstand. Johannes Neft wird laut einer Mitteilung des Herstellers zum 1. Januar 2021 zum Vorstand für Technische Entwicklung bei Skoda Auto berufen. Er folgt auf Christian Strube, der die Technische Entwicklung des tschechischen Herstellers seit Dezember 2015 verantwortete und seine aktive berufliche Karriere nun im Rahmen einer Vorruhestandsregelung beendet.

Neft kommt wie so viele leitende Angestellte der Tschechen vom Volkswagenkonzern, wo er seine berufliche Laufbahn auch begann. Der promovierte Werkstoffmechaniker stieß 1999 zum Wolfsburger Autobauer, zunächst im Bereich Qualitätssicherung in der Schadensanalyse. Nach dreijähriger Leitung des Qualitätssicherungslabors in Portugal übernahm er verschiedene Führungspositionen in der Aufbauentwicklung in Wolfsburg. Von 2014 bis 2016 verantwortete er die Karosserieentwicklung, bevor er im Jahr 2016 zum Leiter der Aufbauentwicklung bei der Volkswagen AG berufen wurde. Zusätzlich ist er Mitglied im Aufsichtsrat bei Volkswagen Osnabrück, Volkswagen Sachsen sowie bei der Sitech GmbH.

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Christian Strube trug in den letzten Jahren unter anderem die Hauptverantwortung für die technische Umsetzung des Skoda Enyaq iV, den er Anfang September in Prag mit sichtlicher Freude der Öffentlichkeit vorstellte. Auch die vierte Generation des Octavia entstand unter seiner Ägide. Der Enyaq ist das erste Modell der Tschechen auf Basis der konzernweit genutzten MEB-Plattform. Strube habe für Skoda immer Herzblut und vollen Einsatz gezeigt, sagte Skoda-Vorstandschef Thomas Schäfer zum Abschied.

Strube war seit 1993 für die Volkswagen AG tätig. Unter anderem verantwortete er ab dem Jahr 2010 als Leiter der Konzeptentwicklung unter anderem die Arbeit am Modularen Querbaukasten (MQB). Ab 2012 war Strube als Leiter Aufbauentwicklung mit der Serienentwicklung verschiedener Modellreihen betraut, bevor er als Skoda-Vorstand für Technische Entwicklung wurde.

Personalie in der Qualitätssicherung

Neben Strube tritt zum Jahreswechsel eine weitere Personalie im Bereich Technik in Kraft: Nach sechs Jahren im Amt geht auch Frank Schreiner als Leiter der Qualitätssicherung in den Ruhestand. Er war 42 Jahre für den Volkswagenkonzern tätig, davon in verschiedenen Positionen 15 Jahre für Skoda. Schreiber ist studierter Maschinenbauer und arbeitete neben Skoda auch für Seat und für Volkswagen.

Sei Nachfolger wird im neuen Jahr Florian Weymar, der ebenfalls Maschinenbau studiert hat. Er ist bereits seit 2014 für Skoda als Leiter Qualitätssicherung Gesamtfahrzeug und zuletzt als Leiter Entwicklung Gesamtfahrzeug tätig. Zuvor leitete er unter anderem die Fahrzeugfertigung der Modellreihen Golf und Passat bei der VW Sachsen GmbH in Zwickau.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«