Skoda-Vertriebschef sieht Marke auf Erfolgskurs

Autor / Redakteur: Joachim von Maltzan / Joachim von Maltzan

Der Absatz von Skoda wächst und wächst. Gegenüber »kfz-betrieb« skizzierte Vertriebsvorstand Werner Eichhorn, wie die Marke durch neue Modelle weiter gestärkt wird, ohne die Schwestermarken zu schädigen.

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(Foto: VBM-Archiv)

Obwohl Skoda im ersten Halbjahr 2013 global 5,5 Prozent weniger verkauft hat als im gleichen Vorjahreszeitraum, sieht Werner Eichhorn, Vorstand für Vertrieb und Marketing von Skoda, die Marke weiter auf Wachstumskurs. Die Rückgänge seien den schwachen Märkten in den südeuropäischen Ländern sowie dem Modellwechsel beim Octavia geschuldet, erklärte er im Gespräch mit »kfz-betrieb«.

„Deutschland läuft sehr gut: Dort verbuchen wir jetzt mit 5,1 Prozent auf Basis der Neuzulassungen den höchsten Marktanteil aller Zeiten“, erklärte Eichhorn. Auch in den Stammmärkten in Zentral- und Osteuropa sei die Marke erfolgreich. In Tschechien, in der Slowakei, in Polen und in Ungarn sei Skoda die Nummer eins am Markt und erreiche insgesamt einen Marktabteil von knapp 20 Prozent.

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Komplett erneuertes Modellprogramm

Die neuen Modelle, die Skoda auf der IAA vorgestellt hat – der Rapid Spaceback und der überarbeitete Yeti – würden der Marke einen weiteren Schub nach vorne geben, ist sich Eichhorn sicher. Zudem stecke Skoda mitten in der größten Modelloffensive seiner Geschichte. Die Marke habe jetzt ein komplett überarbeitetes Modellportfolio. Weitere Modelle seien im Anrollen. Außerdem überlege Skoda, oberhalb des Yeti noch ein SUV auf den Markt zu bringen. Das mache ihn zuversichtlich, das Ziel zu erreichen, bis 2018 mindestens 1,5 Millionen Autos jährlich zu verkaufen. Diese Wachstumspläne seien natürlich abhängig von der weiteren konjunkturellen Entwicklung. Das weitere Wachstum der Märkte in Russland und China werde Skoda sicherlich einen deutlichen Schub verleihen.

Eichhorn geht davon aus, dass die tschechische Marke für die geplante Expansion modellseitig gut aufgestellt ist. Er sieht auch kaum Kannibalisierungsgefahren mit anderen Modellen des Volkswagen-Konzerns: „Die Modelle der einzelnen Marken haben alle ihre eigene Positionierung. Unsere Wettbewerber sind außerhalb der Konzernmarken und nicht innerhalb zu finden.“

Ein unsinniges Wachstum will der Hersteller aber nicht einschlagen. „Wir wollen unsere Position nachhaltig behaupten und für die Händler und uns profitabel gestalten“, erklärt er. Deswegen werde Skoda auch Fahrzeuge mit Hybridtechnik anbieten, sobald die Nachfrage in den Kundensegmenten, die Skoda bedient, vorhanden sei. Die technischen Voraussetzungen seien dafür bereits gegeben.

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Das gesamte Interview lesen Sie in »kfz-betrieb« Ausgabe 40, die am 4. Oktober erscheint.

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