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Skoda-Vertriebschef sieht wichtige Erklärrolle des Handels für Enyaq-Start

| Autor: Andreas Grimm

Mit dem E-SUV Enyaq betritt der tschechische Autobauer ein ganz neues Marktsegment. Wie Stefan Quary, Leiter Vertrieb Skoda Deutschland, die Markttauglichkeit einschätzt und welche Rolle der Handel spielt, verdeutlicht er in einem Video, das im Rahmen der Deutschlandpremiere entstand.

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Stefan Quary, Vertriebschef von Skoda Auto Deutschland, sieht den Markteintritt des E-Autos Enyaq zum genau richtigen Zeitpunkt terminiert.
Stefan Quary, Vertriebschef von Skoda Auto Deutschland, sieht den Markteintritt des E-Autos Enyaq zum genau richtigen Zeitpunkt terminiert.
(Bild: Oana Szekely/Skoda)

Nach der Vorstellung des Enyaq, des ersten Elektromodells von Skoda auf Basis des Modularen Elektrobaukastens, promotet der tschechische Hersteller das Fahrzeug in vielen Kanälen, darunter in Richtung der Flottenmanager sowie auf dem Green Tech Festival auch in Richtung nachhaltig orientierter Kunden. Auf dem Festival in Berlin feierte der Enyaq am vergangenen Wochenende sogar seine Deutschland-Premiere.

An vorderster Front in Sachen Überzeugungsarbeit steht Stefan Quary, wie aus seinem Linkedin-Profil hervorgeht. Der Vertriebschef von Skoda Auto Deutschland sieht im Enyaq technisch und strategisch einen Meilenstein für das Fabrikat. Dabei wird er nicht müde zu betonen, dass das Auto angesichts der Markt- und Nachfrageentwicklung „genau zum richtigen Zeitpunkt“ in den Verkauf rollt. Das Modell nutze in allen Details die Vorteile der elektrischen Mobilität.

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Der Enyaq sei auf der einen Seite mit seinem „überzeugenden Raumgefühl“ ein Fahrzeug für jedermann, sagte Quary in einem auf der Messe entstandenen Video. Tatsächlich entsprechen die Außenmaße in etwa dem Octavia Kombi, im Inneren fühlen sich die Insassen eher wie im großen SUV Kodiaq.

Auch für das zuletzt stark wachsende Flottengeschäft sei das Fahrzeug eine Steilvorlage für den Vertrieb, sowohl im Großkundengeschäft sowie für Small Fleets. Für das Auto sprechen laut Quary die günstigen TCO-Werte (Total Cost of Ownership), die Dienstwagenbesteuerung von nur 0,25 Prozent sowie eine Reichweite von 510 Kilometern.

Verkäufer seien durch Schulungen gut vorbereitet

Allerdings sieht er angesichts der neuen Technik einen höheren Erklärungsbedarf gegeben, weshalb der Vertrieb über den Handel ganz klassisch läuft. Die Verkäufer seien auf das neue Produkt durch Schulungen aber gut vorbereitet und könnten die bereits hohe Nachfrage der Kunden und die vielen Leads qualifiziert bearbeiten.

In einem Interview für den Autokanal von T-Online äußerte sich Quary zudem überzeugt, dass sich das Umfeld für die E-Mobilität im Augenblick „dramatisch bessert“. Die Ladeinfrastruktur werde kontinuierlich ausgebaut, dazu kommen alltagstaugliche Reichweiten sowie bezahlbare Fahrzeuge und eine durch die Förderprogramme weiter angeregte Nachfrage. „Der Mix dieser Faktoren lässt bei vielen Menschen mehr Begeisterung dafür entstehen, sich mit dem Thema E-Auto zu beschäftigen.“

Angesichts der Wirkung der E-Prämie „hätte ich nichts dagegen, wenn es sie über 2021 hinaus gäbe“, sagte er weiter. Wichtig seien einfach noch mehr Multiplikatoren auf den Straßen, die täglich die Alltagstauglichkeit von E-Autos unter Beweis stellen. Um ökologisch nach vorne zu kommen, müsse die Gesellschaft massiv in die E-Mobilität einsteigen. Aber auch den Tausch von alten durch saubere neue Verbrenner befürwortet Quary.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«