Skoda Vision X: Konsequent weniger Abgas

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Verpackt ist das Ganze in einem stylischen Äußeren. Chefdesigner Oliver Stefani ist besonders stolz auf die neue Front. Die Lichtgeometrie schaut ein bisschen nach Hyundai Kona oder Citroen C3 Aircross aus. Allerdings verstecken sich in den schmalen Lichtschlitzen oben Tagfahrlicht und Blinker, deren oranges Licht sich nach Audi-Art pulsierend in Abbiegerichtung bewegt. Drunter schauen die LED-Scheinwerfer in kristallinem Glasdesign auf die Straße. Und auch der schwarze Grill des Vision X ist aus böhmischem Glas modelliert.

Die Seite sieht dem Konzernbruder von Seat mit der markanten C-Säule und dem dunklen Dach schon ähnlicher. Hinten zeigen zum C geschwungene Rücklichter und der Hüftknick die Familienähnlichkeit zum größeren Karoq. Und hinter der Heckklappe liegen im Genfer Unikat zwei Elektro-Skateboards für die letzte Meile durch die Fußgängerzone zum Ziel.

Herzstück ist CNG-Motor

Ernster wird es dagegen wieder bei der zweiten großen Neuigkeit unterm Blech: das Gegenstück zum Elektromotörchen ist nämlich im Vision X ein CNG-Aggregat. Es lässt sich also mit Gas betreiben – und hilft Hrdlicka damit beträchtlich beim Erreichen seiner Abgasvorgaben. Die Gasflaschen mit 14 Litern Inhalt drücken den Vision X beim CO2-Ausstoß auf 89 Gramm – für diese Größenklasse von SUV ein prima Wert.

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Überhaupt hofft Hrdlicka auf einen Boom der schadstoffarmen Gasaggregate – die könnten nämlich relativ preiswert die Umweltbilanz deutlich verbessern. „Vor allem, wenn das Gas künstlich aus Sonnen- oder Windenergie erzeugt würde“, sagt der Ingenieur. Dadurch würde der Umwelt bei der Produktion nämlich sogar CO2 entzogen. In der Gesamtbilanz wären Verbrenner mit solchen sogenannten E-Fuels sogar umweltfreundlicher als Elektroautos, „besonders wenn deren Strom aus Kohlekraftwerken kommt“, so Hrdlicka. Weiterer Vorteil: Das Öko-Gas ließe sich wie ähnlich erzeugte Diesel- oder Benzin-Kraftstoffe in fast allen existierenden Fahrzeugen einsetzen. Eine nachhaltige CO2-Revolution.

Der Vision X ist dafür ein beispielhafter Technologieträger. Schade, dass es ihn so nur auf dem Messestand geben wird. Der tatsächliche Polar indes wird wohl auch mit CNG-Antrieb (90 PS) zu haben sein – neben Benzinern mit 95, 115 und 150 PS. Zwei Diesel mit 95 und 115 PS kommen dazu. Ganz konventionelle Antriebe – die Revolution ist eben noch Vision.

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