Skoda: „Wir sind sehr zuversichtlich“

Autor / Redakteur: Joachim von Maltzan / Joachim von Maltzan

Skoda-Deutschland-Chef Hermann Schmitt geht davon aus, dass die anstehenden neuen Modelle die Marke weiter voranbringen werden.

Firmen zum Thema

Hermann Schmitt
Hermann Schmitt
( Skoda )

Redaktion: Sie haben in den ersten sieben Monaten dieses Jahres gute Zahlen bei den Neuzulassungen erreicht, während der August schwach war. Woran lag das?

Hermann Schmitt: Ausschließlich an den Werksferien. Die Produktion ruhte zwei Wochen. Aber über das Jahr gesehen können wir eine erfreuliche Entwicklung verzeichnen. Wir sind sehr gut unterwegs. Von Januar bis einschließlich August wurden hierzulande über 95.000 Skoda-Automobile neu zugelassen. Das waren fast 10.000 mehr als im Vorjahreszeitraum. Wir haben unsere Position als beliebteste Importmarke weiter ausgebaut und liegen derzeit bei einem Marktanteil von rund 4,5 Prozent. Es sieht so aus, als ob wir diesen Wert auch zum Jahresende halten – vorausgesetzt die Konjunktur bleibt stabil.

Bildergalerie

Wie sieht denn die Lieferzeitsituation im Moment aus?

Im Regelfall liegt sie bei etwa sechs Wochen. Je nach Motor- und Getriebekombinationen können es in Ausnahmefällen auch ein paar Monate sein.

Wie reagieren Ihre Kunden darauf?

Es betrifft ja nur wenige Kunden. Grundsätzlich ist es wichtig, dass wir ihnen von Anfang an einen Liefertermin nennen, auf den sie sich verlassen können. Sollte der Kunde aber ein Problem mit dem Auslauf seines Leasingvertrags bekommen, dann sorgen wir zusammen mit dem Handel dafür, dass er auf jeden Fall mobil bleibt.

Sie sprachen davon, dass Sie die Neuwagenverkäufe mittelfristig noch um ein Drittel erhöhen wollen. Worauf basiert diese Zuversicht?

Wir starten in der nächsten Zeit eine bislang einmalige Modelloffensive in einer neuen, sehr attraktiven Designsprache. Mission-L, der auf der IAA seine Weltpremiere hatte, und unser neuer Mini Citigo zeigen, wohin die Reise gehen wird. Skoda ist und wird kein Vollsortimenter. Aktuell decken wir mit unseren Modellen knapp knapp 50 Prozent aller Fahrzeugsegmente ab. Diese Rate wird im Laufe der nächsten drei bis vier Jahre kontinuierlich in Richtung 70 plus wachsen. Im Rahmen unserer Modelloffensive werden wir in absehbarer Zeit alle sechs Monate ein neues Auto auf den Markt bringen. Das lässt uns zuversichtlich in die Zukunft sehen.

Wie geht es bei Skoda weiter mit dem Thema alternative Antriebe und Elektromobilität?

Es wird dazu keinen Alleingang von Skoda geben, sondern wir werden uns an der Entwicklung konzernweiter Lösungen beteiligen. Wichtig ist, dass wir unseren Kunden finanzierbare und praktikable Alternativen zu Fahrzeugen mit optimierten konventionellen Antriebstechnologien bieten. Alles andere würde der Markt nicht akzeptieren.

(ID:385011)