Smart buchen beim Autohaus Chemnitz

Autor / Redakteur: Stephan Richter / Stephan Richter

Mit einem Onlinetool entlastet das Autohaus Chemnitz seine Serviceassistenten bei der Vergabe von Räderwechselterminen.

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Das Toyota-Autohaus Chemnitz hat über 1.000 Radsätze eingelagert.
Das Toyota-Autohaus Chemnitz hat über 1.000 Radsätze eingelagert.
(Foto: Autohaus Chemnitz)

Mit dem ersten Schnee kommen die Anrufe – jedes Jahr wieder. Wer wie das Toyota-Autohaus Chemnitz über 1.000 Radsätze eingelagert hat, muss den saisonalen Reifenwechsel gut koordinieren, um das Tagesgeschäft nicht zu beeinträchtigen. Daher setzt das Unternehmen auf ein Onlinetool, mit dem die Kunden im Internet einen Termin suchen und direkt auswählen können. Hierzu hat das Autohaus eine Schnittstelle zum Werkstattkalender geschaffen. Darüber erhalten die beteiligten Mitarbeiter alle Informationen und können die Räder frühzeitig aus dem Lager holen. Ob im Frühjahr, ob im Winter: Zweimal im Jahr nutzen über 350 Kunden diese Möglichkeit der Onlineterminvergabe, erklärt Kundendienstleiter Michael Werner. Die Buchungen erfolgen über alle Altersgruppen hinweg und unabhängig von den normalen Öffnungszeiten, wie Werner hinzufügt.

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In wenigen Schritten suchen die Nutzer einen Termin, klicken an, ob sie eine Reifeneinlagerung wünschen, und füllen die Pflichtfelder mit ihren Kontaktdaten aus. Eine automatisch erstellte Bestätigungsmail fasst alle Informationen noch einmal zusammen. Das sei eine Gedankenstütze, damit keiner der Kunden seinen Termin vergisst. Und das seien gerade mal ein Prozent, lobt Werner seine Kundschaft und erklärt auch gleich den Ausfallplan: Um die Leerlaufzeiten zu füllen, wechseln die Mitarbeiter stattdessen die Räder von den Vorführwagen des Unternehmens.

Jedes Auto kontrollieren

Sind die Fahrzeuge einmal in der Werkstatt, durchlaufen sie neben dem zwanzigminütigen Reifenwechsel einen 16-Punkte-Check. Dabei prüfen die Monteure unter anderem den Auspuff und die Bremsen und kontrollieren das Fahrzeug auf Roststellen. Das Formular dazu fügen die Serviceassistenten dem Auftrag bei, den sie erstellen, sobald das System über eine Terminvergabe informiert. Jeweils von September bis November und von März bis Mai steht den Kunden die Onlineoption zur Verfügung. Die Software liefert der Dienstleister Terminland.de und verlangt dafür eine monatliche Gebühr. „Die lohnt sich aber auf jeden Fall“, erklärt Werner – entlastet das Tool doch die Mitarbeiter in der Serviceannahme.

Schnittstellen zum Herstellersystem fehlen

Bisher gibt es keine Pläne, die Onlineterminvergabe auch auf das übrige Werkstattgeschäft auszudehnen. Dafür fehle unter anderem noch eine Schnittstelle zum Herstellersystem, sagt Werner. Daher koordiniert das Unternehmen das Räderwechselgeschäft auch losgelöst vom eigentlichen Werkstattkalender und stellt seine Mitarbeiter je nach Nachfrage für die Saisonarbeit ab. Doch aufgrund der positiven Erfahrungen mit dem Online-Service möchte das Autohaus Chemnitz sein Internetgeschäft auch weiterhin forcieren und mit neuen Angeboten füllen.

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