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So funktioniert das 48-Volt-Mildhybridsystem

| Autor: Steffen Dominsky

Bereits in den Sechzigerjahren dachte man über ein Bordspannungsnetz mit 42 Volt nach. Einst verworfen findet das aktuelle „Höhervoltsystem“ mit nun 48 Volt immer mehr Anhänger unter den Autobauern. Und so funktioniert es.

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Ein 48-Volt-System und seine Komponenten: 1) Elektromotor/Generator, 2) AC/DC-Inverter, 3) 48-Volt-Batterie, 4) DC/DC-Converter, 5) 48-Volt-Stromverteilungseinheit, 6) 12-Volt-Batterie, 7) 12-Volt-Stromverteilungseinheit, 8) E-Lader.
Ein 48-Volt-System und seine Komponenten: 1) Elektromotor/Generator, 2) AC/DC-Inverter, 3) 48-Volt-Batterie, 4) DC/DC-Converter, 5) 48-Volt-Stromverteilungseinheit, 6) 12-Volt-Batterie, 7) 12-Volt-Stromverteilungseinheit, 8) E-Lader.
(Bild: Autodata)

Bei einer typischen Hybridkonfigurationen treibt neben dem Verbrenner auch ein Elektromotor das Fahrzeug an. Im Gegensatz dazu ergänzt bei einem 48-Volt-Mildhybridsystem in einem Start-Stopp-Fahrzeug der 48-Volt-Motor/Generator „nur“ den Verbrennungsmotor. Immerhin verbessert sich dadurch aber die Beschleunigungsleistung, und der Kraftstoffverbrauch verringert sich. Zudem reduzieren elektrifizierte Bauteile wie der Klimakompressor, die Lenkhilfepumpe und die Motorölpumpe die Motorlast und erhöhen die Kraftstoffeffizienz.

Elektrofahrzeuge mit mehr als 12 Volt sind nichts Neues: Die Automobilbranche zog schon in den Sechzigerjahren die Verwendung eines 42-Volt-Systems in Betracht, verwarf es aber wieder. Die Kosten sowie die Angst vor dem vorzeitigen Versagen von Schaltern und Relais brachte das Aus für das Konzept. Getrieben vom Umweltgedanken wurde die Option durch den Einsatz moderner Elektronik mit Transitoren, Dioden und robusteren Mikroschaltern wieder tragfähiger.

Über den Autor

 Steffen Dominsky

Steffen Dominsky

Redakteur »kfz-betrieb«, "bike & busines", "Fahrzeug + Karosserie", stellv. Ressortleiter Service & Technik »kfz-betrieb«, Vogel Communications Group