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So wenig E-Autos fahren die Deutschen

| Autor / Redakteur: sp-x / Andreas Wehner

Zustand vor der Kaufprämie: Nicht mal jedes Dreihundertste in Deutschland zugelassene Auto hat einen Elektro- oder Hybridantrieb. Das meistverkaufte E-Auto hierzulande ist ein Franzose.

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(Foto: Nissan)

Die E-Auto-Prämie soll das Regierungsziel von einer Million Elektroautos auf deutschen Straßen bis 2020 voranbringen. Plug-in-Hybride, die extern per Stecker aufladbar sind, werden in dieser Rechnung mitgezählt. Aktuell ist man davon sehr weit entfernt: Zum 1. Januar 2016 zählte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) 25.500 Autos mit reinem Elektroantrieb. Den Bestand an Plug-in-Hybriden weist die Statistik-Behörde nicht einzeln aus, von den insgesamt rund 130.400 Hybrid-Fahrzeugen dürften aber etwa 10 bis 15 Prozent einen Stecker haben und damit unter die Rechnung der Bundesregierung fallen. Erreicht ist also weniger als fünf Prozent des vorgegebenen Ziels.

Von den 45,1 Millionen Pkw hat somit nicht einmal jeder Dreihundertste Elektro- oder Hybridantrieb. Während sich zum Stichtag rund 78 Prozent aller Hybrid-Pkw in privater Hand befanden, waren dies bei den reinen Elektro-Pkw etwa 39 Prozent. Sechs von zehn Elektro-Pkw sind auf einen gewerblichen Halter zugelassen, davon rund 15 Prozent auf Händler und Hersteller.

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Der Renault Zoe ist das Elektroauto, das am häufigsten auf deutschen Straßen unterwegs ist. Laut KBA waren zum 1. Januar 2016 von dem Kleinstwagen hierzulande 4.620 Exemplare zugelassen. Damit liegt der Franzose (Listenpreis: 21.500 Euro plus Batteriemiete), knapp vor dem elektrischen Smart Fortwo (letzter Preis: 23.680 Euro, neue Generation kommt Ende 2016), der 4.574 Mal gemeldet ist.

Mit deutlichem Abstand auf dem dritten Rang folgt ein Modell, das die meisten aufgrund seines ungewöhnlichen Äußeren schon von weitem als E-Auto erkennen dürften: der BMW i3 (Listenpreis: 34.990 Euro), von dem 2.427 Exemplare im Bestand sind. Nur ganz knapp dahinter auf Platz vier liegt ein E-Fahrzeug, das preislich in einer ganz anderen Liga spielt: das mindestens 82.700 Euro teure Tesla Model S mit 2.397 zugelassenen Einheiten.

Das weltweit meistverkaufte Elektroauto Nissan Leaf (Listenpreis: 23.365 Euro plus Batteriemiete) liegt in Deutschland auf dem fünften Rang, im Bestand sind 1.943 Fahrzeuge. Danach folgen etwa auf gleicher Höhe die beiden E-Mobile von Volkswagen: Vom E-Up (Listenpreis: 26.900 Euro) sind in Deutschland 1.777 Exemplare gemeldet, der E-Golf (Listenpreis: 34.900 Euro) liegt mit 1.957 Fahrzeugen fast gleichauf.

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