Social-Media-Tipps vom Experten

Autor / Redakteur: Stephan Richter /

Das soziale Netzwerk Facebook verändert den Dialog zwischen dem Autohaus und seinen Kunden. Social-Media-Experte Frank Mühlenbeck spricht bei der Verleihung des „Vertriebs Award 2011“ über die richtige Marketing-Strategie.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Die Social-Media-Plattform Facebook rattert wie auf Schienen in die Autohäuser und stößt dabei manch eingefahrene Denkweise zur Seite. Mit jeder Sekunde wächst die Community um sechs neue Mitglieder – weltweit und unanhängig von Alter und Status. Wie die Agentur Social-Media-Schweiz berichtet, zählte die Plattform Ende Februar 2011 642,5 Millionen Mitglieder.

Auf Deutschland entfielen davon 16,2 Millionen Teilnehmer. Damit erreicht Facebook hierzulande eine Marktdurchdringung von zirka 20 Prozent. Im Vergleich zu den USA, wo dieser Wert bei knapp 50 Prozent liegt, besteht in Deutschland durchaus noch Wachstumspotenzial. Dies hat auch der Autohandel erkannt und setzt verstärkt auf das Marketing im weltgrößten sozialen Netzwerk.

Tipps vom Experten

Im Rahmen der Verleihung des „Vertriebs Award 2011“ von »kfz-betrieb« und »Gebrauchtwagen Praxis« rücken die Fachzeitschriften das Thema Social Media in den Fokus. Bei der öffentlichen Veranstaltung am 12. April spricht Branchenexperte Frank Mühlenbeck von der Unternehmensberatung Brain Injection aus Köln über die sogenannte „Social-Media-Revolution“. Während seinen Vortrags möchte er beleuchten, welchen Einfluss die neuen Medien auf den Autohandel haben. Zudem stellt er Risiken und Vorteile gegenüber.

Besucher werden gebeten sich anzumelden bei: Catharina Leybold, Eventmanagerin, Tel.: 0931/ 418-2242 oder catharina.leybold@vogel.de.

Facebook-Kampagen zur Fahrzeugeinführung

Ein positives Beispiel für erfolgreiches Social-Media-Marketing zeigte das Autohaus Breitschwert aus Ansbach: Das Unternehmen fuhr eine große Kampagne anlässlich der Einführung des neuen Audi A1 – eine Facebook-Präsenz und Werbeanzeigen auf der Plattform unterstützten die Aktion.

Seither hat sich die Schar der Online-Anhänger gut entwickelt, berichtet Marketingleiterin Natalie Breitschwert: „Derzeit haben wir 513 Fans auf unserer offiziellen Seite. Wir müssen uns jedoch um jeden einzelnen bemühen. Der Autohandel funktioniert nicht wie die Unterhaltungsbranche, in der die Fans von allein kommen. Facebook ist nichts für nebenbei – das ist eine harte und intensive Arbeit.“ Um den Aufwand für das Autohaus abzufedern, hat Breitschwert die Agentur 4selected mit der Pflege der Facebook-Präsenz beauftragt.

Kosten und Nutzen gegenüberstellen

Frank Motejat, Geschäftsführer vom Skoda-Autohaus Mothor aus Brandenburg, rechnet mit fünf bis zehn Minuten täglich, die ein Autohaus in seine Facebook-Präsenz investieren sollte. Als Trick nennt er die Funktion „Google Alerts“. Sobald eine Meldung im Netz erscheint, die eins der zuvor eingestellten Schlüsselwörter enthält, wird der Nutzer automatisch per E-Mail benachrichtigt „Mit einem Klick lässt sich die Meldung auf unserer Facebook-Seite veröffentlichen. Durchschnittlich erreichen uns Informationen über unsere Marken auf diesem Weg zwei Tage früher, als wir sie vom Hersteller erhalten. Damit bekommen wir einen deutlichen Vorsprung“, erklärt er.

Lesen Sie mehr zum Thema Social-Media-Marketing in der Ausgabe 14 von »kfz-betrieb« (Erscheinungstag: 7. April): Weitere Händlerstimmen, Statements von Herstellen und Dienstleistern geben einen Überblick über die aktuelle Situation des Autohandels im Web 2.0. Bereits im Oktober 2010 veröffentlichte »kfz-betrieb ONLINE« eine Zusammenfassung der Social-Media-Welt.

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