Software: Stille Premieren

Autor / Redakteur: Frank Schlieben / Jan Rosenow

Die Softwareanbieter haben in der Corona-Zeit fleißig an Neuerungen für ihre Systeme gearbeitet – schließlich werden digitale Verfahren zur Kundenansprache und -verwaltung immer wichtiger. Ein Überblick über die Neuigkeiten.

Digitale Schadendokumentation – hier mit Werbas Blue – erspart oft langwierige telefonische Diskussionen mit Kunden.
Digitale Schadendokumentation – hier mit Werbas Blue – erspart oft langwierige telefonische Diskussionen mit Kunden.
(Bild: Werbas)

Viele Anbieter wollten auf der Automechanika im September 2020 ihre Neuheiten präsentieren. So auch Abis Reicom sein Softwareprodukt Abis Kfz. Der Schwerpunkt der Software-Weiterentwicklung liegt – wie bei nahezu allen Anbietern – in der Onlinefähigkeit des Gesamtprogramms und einzelner Programmmodule. Abis Reicom hat zudem angekündigt, das Programmdesign zu modernisieren, sodass der Anwender die Programmstruktur künftig an seine spezifischen Anforderungen anpassen kann. Die verbesserte Konnektivität zu Drittprogrammen ist ein weiterer Baustein der geplanten Überarbeitung von Abis Kfz. Zudem wollte das Unternehmen ein komplett neu entwickeltes Werkstattmanagement-System (WMS) vorstellen.

Auch die klassische Werbas-Software wächst immer stärker mit der Onlinewelt zusammen. „Einige Highlights hatten wir zur Automechanika geplant: neue Schnittstellen und Partnerschaften sowie neue Integrationen im Zusammenspiel von Werbas und Werbas Blue“, teilte Werbas-Chef Harald Pfau mit. Alle Anwender der Werbas-Software arbeiten künftig digital und mobil. Die klassische Werbas-Software und die webbasierte Lösung Werbas Blue wachsen weiter zusammen und ermöglichen allen Anwendern damit in Zukunft, bestimmte Funktionen der Software mobil und digital zu nutzen. Eine Reihe von Grundfunktionen ist standardmäßig in der Web-Applikation nutzbar. Andere Module können die Anwender je nach individuellen Nutzungsanforderungen modular kostenpflichtig hinzubuchen. Trotz Digitalisierung und Cloud-Struktur bleiben die Anwender Herr über ihre Kundendaten. Denn die werden auch in Kombination mit der Cloud-Lösung weiterhin auf einem Server des jeweiligen Werkstattunternehmens lokal gespeichert. Mit der Neuausrichtung ist die Cloud-Applikation selbstständig administrierbar, das heißt, der Werkstattinhaber kann Mitarbeiter selbst anlegen, entsprechende Rechte vergeben und die Nutzung personifizieren. Dies erfolgt unabhängig von der bisherigen Werbas-Rechteverwaltung.