FAS-Kalibrierung Soll ich’s wirklich machen?

Von Steffen Dominsky

Immer mehr freie Werkstätten sehen sich mit dem Kalibrieren von Fahrerassistenzsystemen konfrontiert. Doch lohnt es sich für sie, ein eigenes Kalibriersystem zu kaufen, und wenn ja, welches – etwa eines dieser neuen digitalen?

Das Kalibrieren von Fahrerassistenzsystemen wird immer öfter Alltag auch in freien Werkstätten. Wer kein entsprechendes System hat, steht vor der Qual der Wahl „Welches kaufen?“.
Das Kalibrieren von Fahrerassistenzsystemen wird immer öfter Alltag auch in freien Werkstätten. Wer kein entsprechendes System hat, steht vor der Qual der Wahl „Welches kaufen?“.
(Bild: Dominsky/»kfz-betrieb«)

Die Wahl der Qual haben Sadisten und Masochisten. Die Qual der Wahl haben Kfz-Betriebe. Vor allem freie, wenn es darum geht, Fahrerassistenzsysteme („FAS“, engl.: „ADAS“) zu kalibrieren. Denn zuerst müssen sich etliche erst einmal entscheiden. Und zwar, um es mit den Worten der deutschen Hip-Hop-Band „Fettes Brot“ zu sagen: „Soll ich’s wirklich machen oder lass ich’s lieber sein?“. Sprich, kaufe ich mir für viele Tausend Euro ein FAS-Kalibriersystem oder bringe ich (wie bislang) die Autos zum Markenpartner und lasse Kamera und Co. dort kalibrieren? Haben sie sich für Ersteres entschieden, stehen Werkstätten vor eingangs erwähnter Wahl: Von welchem Hersteller soll’s denn sein? Und: analog oder digital?

Etliche beantworten erstere Frage gleich selbst. Weshalb? Ganz einfach! Erstens benötigt man zum Kalibrieren von Kameras, Radar- und Lidarsensoren stets einen Diagnosetester, um mit dem Fahrzeug beziehungsweise dem entsprechenden Sensorsystem zu kommunizieren. Und zweitens braucht man irgendeine Informationsquelle, die einem die Werte verrät, wie das Kalibriergestell mit der Kalibriertafel vor dem Fahrzeug zu positionieren ist. Diese Daten liefern in aller Regel ebenfalls besagte Diagnosegeräte.