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SP-Mängelquote bei Nutzfahrzeugen sinkt nur leicht

| Redakteur: Christoph Baeuchle

Auch wenn sich die Mängelquote leicht verbessert hat, bleibt das Niveau hoch. Knapp 40 Prozent der Lkws, Anhänger und Busse schafften 2017 die Sicherheitsprüfung nicht im ersten Anlauf. Trotz Reparatur scheiterte am Ende jedes 16. Fahrzeug.

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Bei etwa jedem sechsten Lkw wurden Mängel an der Bremsanlage festgestellt.
Bei etwa jedem sechsten Lkw wurden Mängel an der Bremsanlage festgestellt.
(Bild: Promotor)

Erneut sind viele Lkws, Anhänger und Busse bei den Sicherheitsprüfungen (SP) im vergangenen Jahr negativ aufgefallen. Zwar hat sich die Mängelquote etwas gebessert, Grund zum Aufatmen gibt es dennoch nicht. Konkret sank die Mängelquote um 0,5 Punkte auf 39,9 Prozent, wie aus dem jüngst veröffentlichten SP-Mängelbericht für 2017 hervorgeht, den der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe vorgelegt hat. In die Statistik gingen die Daten von 4.104 anerkannten SP-Betrieben ein.

Insgesamt untersuchten die SP-Werkstätten im vergangenen Jahr mehr als 561.000 Lkws, Omnibusse und Anhänger. Mit mehr als 245.500 Einheiten machten Lkws und Zugmaschinen nahezu die Hälfte aus. Der Rest verteilte sich auf Anhänger (187.500 Einheiten) und Busse (128.000 Einheiten). An knapp 337.500 Fahrzeugen und Anhängern stellten die Prüfer keine Mängel fest.

Dagegen waren 223.500 Fahrzeuge nicht in Ordnung (knapp 40 %). Im Durchschnitt stellten die Prüfer 1,39 Mängel fest. Die meisten dieser Fahrzeuge, 188.000, bestanden nach der entsprechenden Reparatur die Sicherheitsprüfung. Insgesamt blieben knapp 35.500 Lkws, Anhänger und Busse auf der Strecke und schafften die Sicherheitsprüfung nicht. Das entspricht einer Quote von 6,3 Prozent.

Betroffen waren alle Fahrzeugarten, wenn auch die Mängelquote je nach Typ etwas unterschiedlich ausfiel. Negativer Spitzenreiter waren die Anhänger mit einer Mängelquote von 43,5 Prozent. Etwas seltener fanden die Prüfer Mängel an Bussen (41,2 %) sowie Lkws und Zugmaschinen (36,4 %).

Hauptkritikpunkte der Prüfer waren wie in den Jahren zuvor vor allem die Bremsen. Rund 42,6 Prozent der beanstandeten Fahrzeuge hatten Probleme mit der Bremsanlage. Bei mehr als jedem dritten Fahrzeug (37,8 %) kritisierten die Experten Fahrgestell, Fahrwerk, Aufbau oder Verbindungseinrichtungen. Deutlich geringer war die Mängelquote der Reifen (10,8 %) und der Lenkung (8,8 %).

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