Updates over the Air Spät, aber nicht zu spät

Autor: Jan Rosenow

Immer mehr Fahrzeuge können per Funksignal neue Softwarestände aufgespielt bekommen: eine Möglichkeit für Over-the-Air-Updates, aber auch ein mögliches Einfallstor für Hacker. Die UN hat deshalb ein neues Sicherheitsregelwerk erlassen.

(Bild: ©Tierney - stock.adobe.com)

Man würde gern sagen, dass Anfang des Jahres mit den UN-Regelungen R155 und R156 zwei zukunftsweisende Regelwerke in Kraft getreten sind, an denen sich die Automobilindustrie auf dem Weg zum autonomen Fahren und zur vollständigen Vernetzung der Fahrzeuge orientieren kann. Allein viele der in den Vorschriften behandelten Fälle sind schon längst Alltag; die Gesetzgebung hinkt der technologischen Entwicklung wieder einmal hinterher.

Spät, aber hoffentlich nicht zu spät stellen die UN beziehungsweise deren Wirtschaftskommission für Europa ECE damit zwei Forderungen an die Autohersteller als zukünftige Bedingung für die Typgenehmigung: zum einen den Betrieb eines zertifizierten Cybersicherheitsmanagementsystems, zum anderen den eines Managementsystems für Software-Updates over the Air (OTA). Die Regelungen fordern dabei unter anderem Vorkehrungen für die folgenden Fälle:

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Ressortleiter Service & Technik, Vogel Communications Group