Elektromobilität SPD-Kanzlerkandidat will Ausbau des Ladenetz vorantreiben

Autor / Redakteur: dpa / Tanja Schmitt

Deutschland werde sich aufgrund der angestrebten Klimaneutralität bis 2045 grundlegend ändern. Doch mit der Ladeinfrastruktur sieht es momentan eher mau aus. Im Falle eines Wahlsiegs würde sich Olaf Scholz für einen schnelleren Ausbau des E-Ladenetzes einsetzen.

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Bundesfinanzminister und Kanzlerkandidat Olaf Scholz.
Bundesfinanzminister und Kanzlerkandidat Olaf Scholz.
(Bild: BMF/Thomas Koehler/photothek.net)

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz will sich im Falle eines Wahlsiegs seiner Partei für einen schnelleren Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektroautos einsetzen. „Wir brauchen mehr Ladesäulen – auf Supermarkt-Parkplätzen, an Tankstellen und in jeder normalen Wohnstraße“, sagte Scholz den Zeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft sowie der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“ am Mittwoch (30. Juni). „Im Moment schaffen wir nicht einmal 1.000 neue Säulen im Monat. Wir bräuchten aber 2.000 neue Säulen in der Woche.“ Scholz kündigte an: „Mein Ziel ist es, eine Million Ladepunkte bis 2030 zu haben.“

Deutschland stehe angesichts der angestrebten Klimaneutralität bis 2045 vor einer zweiten industriellen Revolution. „Diese Aufgabe ist riesig“, sagte der Bundesfinanzminister. „Die Automobilindustrie und andere Branchen stehen in den Startlöchern. Nur der Staat hat noch nicht die nötigen Entscheidungen getroffen.“ Wenn er nach der Bundestagswahl die Regierung führen sollte, „werden wir im ersten Jahr die erforderlichen Gesetze ändern, damit der Bau von Stromleitungen und Erzeugungsanlagen für erneuerbare Energien in Deutschland vorangeht“, sagte Scholz. Der SPD-Kanzlerkandidat nannte zudem die Summe von 50 Milliarden Euro, die er jährlich in die Infrastruktur investieren wolle.

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