Skoda Octavia Combi RS Sportler ohne Protz-Anfälle

Autor / Redakteur: sp-x / Viktoria Hahn

Skoda bringt den Octavia wieder als RS. Und der fällt wie zuvor optisch kaum auf, kann aber ganz schön schnell.

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So bescheiden sich der RS optisch gibt, stellt er, einmal von der Leine gelassen, sein Sportlerherz unter Beweis.
So bescheiden sich der RS optisch gibt, stellt er, einmal von der Leine gelassen, sein Sportlerherz unter Beweis.
(Bild: Skoda)

Der Octavia gehört zu den Bestsellern im Skoda-Programm. Das wird auch mit der seit diesem Jahr erhältlichen neuen und vierten Generation nicht anders sein. Schließlich bietet das mit einer Länge von knapp 4,70 Metern zur Mittelklasse zählende Derivat des VW-Baukastens neben Platz in Hülle und Fülle auch eine große Motorenvielfalt.

Neben auf Sparsamkeit optimierten Benzinern und Diesel im Leistungsband zwischen 81 kW/110 PS und 110 kW/150 PS, einer Erdgasvariante mit 96 kW/130 PS (G-Tec) ist auch eine Plug-in-Version mit 150 kW/204 PS (iV) erhältlich. Die Preispanne der Modellvarianten bewegt sich zwischen 21.000 und 37.600 Euro.

Skoda Octavia Combi RS: Protzfreier Sportler
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Aber Kraftstoffsparen hin, CO2-Senken her: Ganz auf Fahrspaß verzichten wollen die Tschechen noch nicht und setzten auf bei den neuen Octavia-Generation wieder auf die Anziehungskraft des Kürzels „RS“ (Rallye Sport). Diesmal treten sogar drei Varianten an: Der Plug-in-Hybrid RS iV (180 kW/245 PS, ab 42.200 Euro) sowie ganz klassisch mit dem aus dem Golf GTI bekannten Zweiliter-Vierzylinder-Benziner mit ebenfalls 245 PS. Der RS mit Diesel (147 kW/200 PS, ab 39.200 Euro) komplettiert das Angebot.

Ganz ohne Stecker und E-Unterstützung stand der RS Combi als Benziner (TSI) zu ersten Testrunden bereit. Der kostet in der Kombiversion rund 39.200 Euro. Wie auch schon aus früheren Octavia-RS-Modellen üblich: Prolligkeit gehört zum Glück nicht zu seinen Stärken. Man kann getrost auf den Supermarktplatz fahren, ohne dass die testosteronüberschüssige Jugend den Blick vom Smartphone hebt oder sich sogar nach dem Fahrzeug umdreht. Die RS-spezifische Front- und Heckschürzen fallen offenbar nicht wirklich auf. Dass ein Fahrzeug auf schwarzen schicken Felgen steht und hinten zwei große Auspuffendrohre präsentiert, ist ebenfalls kein Umdrehen mehr Wert.

Optisch zurückhaltend

Diese Unauffälligkeit macht ihn so beliebt. Eilige Dienstwagenfahrer und Schnelligkeit goutierende Familien ordern gern den flotten, aber nicht polarisierenden Octavia. Rund 20 Prozent aller verkauften Octavia sind RS-Varianten.

Aber so sehr der RS sich optisch bescheiden gibt, einmal von der Leine gelassen, stellt er sein Sportlerherz unter Beweis. Ein leichter Druck aufs Gaspedal bringt die 245 Pferdchen temperamentvoll zum Laufen. Wählt man im adaptiven Fahrwerksmenü die Einstellung Sport, sind Gasannahme und Lenkung geschärft. Die 370 Nm warten nur darauf, abgerufen zu werden. „Sport“ passt zu leeren Autobahn und kurvige Nebenstraßen.

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