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Ssangyong-Absatz soll um 30 Prozent steigen

| Autor: Andreas Wehner

Der Importeur will nach einem erfolgreichen Jahr 2015 erneut kräftig wachsen. Ssangyong wird dazu 2016 vor allem die Verkäuferausbildung in den Fokus nehmen.

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Ulrich Mehling, Geschäftsführer von Ssangyong Motors Deutschland, will in diesem Jahr mindestens 3.500 Autos verkaufen.
Ulrich Mehling, Geschäftsführer von Ssangyong Motors Deutschland, will in diesem Jahr mindestens 3.500 Autos verkaufen.
(Foto: Wehner)

Ssangyong will in Deutschland weiter Gas geben. Nach einem erfolgreichen Jahr 2015 will das koreanische Fabrikat in diesem Jahr weiter an Boden auf dem deutschen Automarkt gewinnen und die Verkäufe auf 3.500 Einheiten nach oben schrauben. Das kündigte Ulrich Mehling, Geschäftsführer von Ssangyong Motors Deutschland, am Dienstag auf einer Händlertagung in Würzburg an. Damit würde Ssangyong gegenüber 2015 um fast 30 Prozent wachsen. Im vergangenen Jahr verbuchte der Importeur in Deutschland mehr als 2.700 Neuzulassungen, was gar einem Plus von 120 Prozent im Vergleich zum Jahr 2014 entspricht.

Ein Großteil des Wachstums entfiel dabei auf zusätzliche Verkäufe durch das im vergangenen Jahr neu ins Programm gekommene B-SUV Tivoli. Auch die rund 40 neu ans Netz gegangenen Händler hatten ihren Anteil an den zusätzlichen Verkäufen. „Ein Fünftel des Wachstums schaffte jedoch das bestehende Händlernetz mit der bisherigen Modellpalette. Das ist deutlich mehr als wir erwartet haben“, sagte Mehling am Rande der Tagung im Gespräch mit »kfz-betrieb«.

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Der Optimismus für das laufende Jahr fußt einerseits auf dem weiter wachsenden Händlernetz, das um 30 Betriebe auf 230 Standorte erweitert werden soll. Zudem geht der Tivoli mit allen Varianten in sein erstes volles Verkaufsjahr. Für zusätzliche Stückzahlen soll der im Juni startende XLV sorgen. Das technisch auf dem Tivoli basierende SUV ist 24 Zentimeter länger und bietet einen deutlich größeren Kofferraum.

Einen starken Fokus will Ssangyong in diesem Jahr auf die Verkäuferausbildung legen. Die meisten Verkäufer seien nicht exklusiv für Ssangyong tätig. Daher wolle man ihnen in neuen Verkäufertrainings mehr Know-how über die Fahrzeuge vermitteln und sie stärker für die Marke sensibilisieren.

Während sich Ssangyong zu Anfang in der Werbung sehr stark auf den Auftritt der Händler vor Ort fokussiert hatte, starteten Importeur und Hersteller im vergangenen Jahr erstmals auch nationale Werbemaßnahmen. Diese sollen 2016 fortgesetzt werden. Gleichzeitig will der Importeur aber auch die Unterstützung für die lokale Werbung der Händler ausbauen. Eine neue Händlerwebsite, die die Partner für 30 Euro im Monat nutzen können, sowie von Ssangyong Motors Deutschland bezahlte individuelle Pressemitteilungen sollen die Händler zusätzlich unterstützen.

Auch europaweit sieht sich Ssangyong auf Wachstumskurs. In den sechs Ländern, in denen Ssangyong Motors Europe vertreten ist, legte das koreanische Fabrikat im vergangenen Jahr beim Absatz um 92 Prozent auf 6.200 Einheiten zu. 2016 will der zur belgischen Alcopa-Gruppe gehörende Importeur 8.000 Fahrzeuge verkaufen. „Ich bin mir sicher, dass da noch mehr drin ist. Ein fünfstelliges Ergebnis winkt schon bald“, sagte Herman Claes, Geschäftsführer von Ssangyong Motors Europe.

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 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«