Ssangyong: Händlernetzaufbau kommt voran

Autor / Redakteur: Andreas Wehner / Andreas Wehner

Mit der Netzentwicklung ist Ssangyong-Deutschland-Chef Ulrich Mehling zufrieden. Die Verkäufe liegen allerdings hinter den Erwartungen zurück.

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Ulrich Mehling
Ulrich Mehling
(Foto: Wehner)

Ssangyong ist mit dem Händlernetzaufbau in Deutschland zufrieden. „Wir haben jetzt 100 Händler, bis zum Jahresende werden es noch einige mehr sein. Für das nächste Jahr peilen wir dann 150 Standorte an“, sagte der Geschäftsführer von Ssangyong Motors Deutschland, Ulrich Mehling, am Rande einer Presseveranstaltung im Gespräch mit »kfz-betrieb ONLINE«. Ssangyong konzentriere sich dabei auf ländliche Regionen. „Unser Ziel ist es letztlich, in jedem Landkreis einen Händler zu haben“, so Mehling.

Nicht ganz zufrieden ist der Geschäftsführer mit den Absatzzahlen. Bis Ende September verzeichnet Ssangyong laut Statistik des Kraftfahrt-Bundesamts 400 Neuzulassungen. „Der Markt ist nach den Sommerferien deutlich schwächer geworden“, erklärte Mehling. Die ursprünglich angepeilten 900 Einheiten wird der Importeur nicht schaffen. „Wir gehen von 700 Neuzulassungen aus“, erwartet der Geschäftsführer. 2013 sollen es dann 1.000 Fahrzeuge sein.

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Im Außenauftritt konzentriert sich Ssangyong auf die lokalen Märkte der Händler. „Wir erwarten von unseren Partnern, dass sie unsere Marke in ihrer Region bekannt machen“, erläuterte Mehling. Dazu sollen die Händler auf Regionalmessen und ähnlichen Veranstaltungen präsent sein. Der Importeur unterstützt die Partner dazu mit Promotion-Fahrzeugen, die die Händler mit Werbematerial, einer Theke und Hockern beladen für 150 Euro abholen können.

Lokales Fußball-Sponsoring

Außerdem hat die Marke ein Programm für lokales Fußball-Sponsoring aufgelegt. Händler können über den Importeur einen Trikotsatz oder Trainingsanzüge bestellen. Ssangyong übernimmt dabei die Hälfte der Kosten.

Die Händler hatten zuletzt vor allem Probleme mit der Ersatzteilversorgung kritisiert. Hier hat der Importeur inzwischen gegengesteuert. „Wir haben die Lieferfähigkeit verbessert und uns personell verstärkt“, sagte Mehling. Als Folge habe sich das Teilegeschäft spürbar verbessert.

Ssangyong hat die Modellpalette in Deutschland zur Jahresmitte um den Pick-up Actyon Sports erweitert. Anfang 2013 kommt eine überarbeitete Version des D-Segment-SUVs Rexton. Ebenfalls im nächsten Jahr will die koreanische Marke den Nachfolger des recht eigenwillig designten Vans Rodius vorstellen. „Er wird deutlich gefälliger aussehen“, sagte Mehling. 2014 ist ein SUV unterhalb des Korando geplant, 2015 soll ein komplett neuer Rexton auf den Markt kommen.

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