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Ssanygong: „Ganz gut durch die Krise gekommen“

| Autor: Andreas Wehner

Die Neuzulassungen von Ssangyong haben sich bis August etwas schwächer entwickelt als der deutsche Gesamtmarkt. Angesichts eines ohnehin eingeplanten Absatzrückgangs hat sich das koreanische SUV-Fabrikat nach Ansicht von Deutschland-Geschäftsführer Ulrich Mehling jedoch gut geschlagen.

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Beim Korando verzeichnet Ssangyong steigende Auftragseingänge.
Beim Korando verzeichnet Ssangyong steigende Auftragseingänge.
(Bild: Ssangyong)

Die Neuzulassungen bei Ssangyong liegen 2020 nach acht Monaten um 30 Prozent unter dem Vorjahr – eine Entwicklung leicht unter dem deutschen Gesamtmarkt. Wie beurteilen Sie das?

Ulrich Mehling
Ulrich Mehling
(Bild: Ssangyong)

Unsere Situation ist besser als erwartet. Wir hatten für 2020 aufgrund der eingeschränkten Verfügbarkeit des für uns sehr wichtigen Rexton sowieso einen Rückgang eingeplant. Vor dem Hintergrund der Corona-Krise schlagen wir uns da recht gut. Wenn wir uns die Auftragseingänge anschauen, liegen wir beim Tivoli und beim Korando sogar über dem Vorjahreswert. Wir sind insgesamt nicht auf dem ursprünglich angepeilten Niveau, aber auch nicht sehr weit drunter.

Wie werden Sie das Jahr in Sachen Absatz abschließen?

Wir gehen von zirka 2.000 Neuzulassungen in 2020 aus.

Erreichen Sie die vorgegebenen CO2-Ziele?

Das steuert unser Hersteller. Da sollte es keine Probleme geben.

Blicken wir auf das Netz. Wie sehr hat die Corona-Krise die Ssangyong-Händler getroffen?

Die Situation ist nicht leicht. Ich habe jedoch den Eindruck, dass unsere Partner ganz gut durch die Krise gekommen sind. Wir haben viele kleine Betriebe mit einem starken Servicegeschäft am Netz – und das lief ja weiter. Ich denke, dass Familienbetriebe – und das sind viele unserer Partner – aufgrund ihrer Struktur in solchen Situationen nicht so schnell Probleme bekommen. Hinzu kommt, dass es bei Wettbewerbern teilweise Probleme mit der Verfügbarkeit gab. Das hat uns und unseren Partnern in die Hände gespielt. Dem Ssangyong-Netz geht es also insgesamt vergleichsweise gut. Aktuell spüren wir sogar verstärktes Interesse neuer potenzieller Partner.

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Was heißt das für die Netzgröße?

Wir hatten zuletzt etwa 160 Händler und gehen davon aus, dass es zum Jahresende 10 mehr sein werden.

Ihr erstes Elektroauto soll 2021 kommen. Können Sie dazu schon ein paar Details verraten?

Das Auto basiert auf dem Korando und startet im ersten Halbjahr 2021. Technische Details kann ich Ihnen noch nicht nennen.

Aktuell elektrifizieren sehr viele Hersteller ja auch immer mehr Verbrenner-Modelle – vom 48-Volt-Mildhybrid bis hin zum Plug-in-Hybrid gibt es die unterschiedlichsten Konzepte. Was plant Ssangyong in dieser Hinsicht?

Abgesehen vom kommenden Elektromodell ist in Sachen Elektrifizierung bislang nichts geplant.

Gibt es modellseitig darüber hinaus etwas Neues im kommenden Jahr?

Es wird wieder eine Langversion des Tivoli geben, den Tivoli Air. Zudem erwarten wir eine überarbeitete Version des Rexton.

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Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«