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Stabwechsel beim ZDK-Ausschuss Wirtschaft

| Redakteur: Christoph Baeuchle

Mehr als 20 Jahre war Fritz Kuckartz Mitglied im Ausschuss Wirtschaft, davon mehr als zehn Jahre dessen Vorsitzender. Nun hat er den Vorsitz an Mark Scherhag (Foto) abgegeben.

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Neues Führungsteam beim ZDK-Ausschuss Wirtschaft: Antje Woltermann und Mark Scherhag.
Neues Führungsteam beim ZDK-Ausschuss Wirtschaft: Antje Woltermann und Mark Scherhag.
(Bild: Baeuchle)

Wechsel an der Spitze des ZDK-Ausschusses Wirtschaft: Fritz Kuckartz, der zehn Jahre das Amt innehatte, hat nun den Vorsitz an seinen Nachfolger Mark Scherhag übergeben – die Zustimmung der ZDK-Mitgliederversammlung vorausgesetzt. Der 52-jährige Unternehmer aus Koblenz will den Ausschuss weiter als „kritische und zukunftsorientierte“ Diskussionsplattform etablieren, wo jeder „seine Ideen einbringen kann“.

Scherhag führt das einst von seinem Vater als Ein-Mann-Betrieb gegründete Unternehmen und hat es kräftig ausgebaut. Am Mittelrhein vertreibt er die Marken Volkswagen sowie Hyundai und bietet den Service für zahlreiche Marken aus dem VW-Konzern. Zudem betreibt er mit „Mark’s Garage“ eine freie Werkstatt.

Darüber hinaus engagiert sich Scherhag in zahlreichen Ehrenämtern im Kfz-Gewerbe und im Handwerk. Zehn Jahre war er Obermeister der Kfz-Innung Mittelrhein, mittlerweile ist er als Vizepräsident der Handwerkskammer Koblenz aktiv.

Kuckartz, der Ende vergangenen Jahres seinen Betrieb verkauft hat, will kürzer treten: „Wenn ich nicht mehr im Automobilgeschäft tätig bin, ist es nicht mehr sinnvoll, das Amt auszuüben.“ Langeweile wird es bei ihm im Ruhestand nicht geben, dafür sorgen andere Ehrenämter wie zum Beispiel die Wahl in den Seniorenrat seiner Heimatstadt Aachen.

Die von Scherhag angekündigte kritische Diskussion mit Blick auf die Zukunft war beim Frühjahrstreffen der Ausschussmitglieder in Bonn zu spüren. Eine Studie zum Online-Verkauf von Neu- und Gebrauchtwagen, die die Beratungsgesellschaft MHP gemeinsam mit der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen durchgeführt hat, sorgte für reichlich Gesprächsbedarf.

Resümee: Der Onlinevertrieb gewinnt weiter an Fahrt. Dabei haben die Händler – insbesondere gemeinsam mit den Herstellern – eine gute Ausgangsposition. Denn die Verbraucher vertrauen ihnen wesentlich mehr als Online-Kaufhäusern wie Amazon. Diesen Vertrauensvorschuss gilt es zu nutzen, und zwar schnell.

Weitere Themen auf der Agenda des Ausschusses waren die digitale Kommunikation im Autohaus. Hier zeigte Steven Zielke von Mobil-App die Chancen und Trends auf. Die Mobil-App ist ein autohausbasiertes Kommunikationstool für den B2C-Bereich. Die App ermöglicht eine einfache und schnelle Kontaktaufnahme zwischen Autohaus und Kunde und spezialisiert sich dabei auf autohausspezifische Themenfelder und Anforderungsprofile.

Zudem stellte Rainer Fath von der gleichnamigen Wirtschaftsberatung sein Minimal Controlling System im Autohaus, kurz Micos AH, vor. Ziel der Software, die der Steuerungs- und Prozessverbesserung dient, ist es, Führungskräften in mittelständischen Autohäusern eine aktuelle, weniger vergangenheitsorientierte und stärker fokussierte Datengrundlage zur Verfügung zu stellen.

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