Starker Endspurt: BMW 2017 mit Rekordabsatz

Rolls-Royce durch Phantom-Modellwechsel im Minus

| Autor: Andreas Wehner

(Bild: Wehner / kfz-betrieb)

Der BMW-Konzern hat 2017 erneut einen Rekordabsatz erzielt. Der Münchner Autobauer steigerte die Verkäufe seiner Marken BMW, Mini und Rolls-Royce im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2016 um 4,1 Prozent auf 2,46 Millionen Fahrzeuge. Das teilte das Unternehmen am Freitag mit. Dabei legten die Münchner einen starken Endspurt hin: Allein im Dezember wuchs der Absatz um 8,8 Prozent.

Das Plus des vergangenen Jahres ist überwiegend auf die guten Geschäfte in Asien zurückzuführen. Vor allem dank der hohen Nachfrage in China legte der Autobauer in dieser Vertriebsregion um 13,6 Prozent zu. In Europa war die Absatzbilanz 2017 mit plus 0,9 Prozent immer noch positiv, während der Konzern auf dem amerikanischen Markt 2,0 Prozent weniger Autos verkaufte als 2016.

Die Kernmarke BMW wuchs etwas stärker als der Gesamtkonzern. Im Dezember stiegen die Auslieferungen um 9,5 Prozent auf 196.000 Einheiten. Damit lag BMW im Dezember das einzige Mal im Jahr 2017 vor dem Konkurrenten Mercedes, der im letzten Monat des vergangenen Jahres nur um 1,7 Prozent zulegte und 194.000 Pkw verkaufte. Im Gesamtjahr haben die Stuttgarter jedoch die Nase vorn: 2,29 Millionen Einheiten entsprachen einem Plus von 9,9 Prozent im Vergleich zum Jahr 2016. BMW wuchs um 4,2 Prozent auf 2,09 Millionen verkaufte Fahrzeuge. Damit rangieren die Münchner deutlich vor dem anderen Konkurrenten Audi, der im vergangenen Jahr 1,88 Millionen Autos verkaufte (+0,6 %).

Wichtiger Wachstumstreiber waren die SUV-Baureihen. Aber auch der 5er hatte einen wesentlichen Anteil an der Steigerung der Auslieferungen. „Wir freuen uns, dass der BMW 5er nach seinem Modellwechsel in den letzten Monaten des Jahres 2017 auf seine Position als Segment-Marktführer zurückgekehrt ist“, sagte Ian Roberstson, der bis 31. Dezember BMW-Vertriebsvorstand war.

Robertsons Nachfolger Pieter Nota rechnet auch im kommenden Jahr mit Wachstum. „Die zunehmende Verfügbarkeit der BMW X Modelle und unsere anhaltende Modelloffensive mit der Markteinführung brandneuer Modelle wie dem BMW X2 und der BMW 8er Reihe in diesem Jahr werden dafür sorgen, dass sich 2018 noch mehr Kunden für die Marke BMW begeistern werden“, sagte der Manager.

Auch Mini legte 2017 zu. Mit 372.000 Einheiten (+3,2 %) verkaufte das Fabrikat so viele Fahrzeuge wie noch nie in einem Jahr. „Der Countryman hat 2017 für kräftiges Wachstum gesorgt. Auch der erste Mini Plug-in-Hybrid hat starke Impulse gesetzt“, kommentierte der für Mini zuständige Vorstand Peter Schwarzenbauer das Ergebnis.

Rolls-Royce verkaufte dagegen im vergangenen Jahr weniger Fahrzeuge als 2016. Das Luxusfabrikat lieferte 3.362 aus, was einem Minus von 16,2 Prozent entsprach. Grund dafür ist der Modellwechsel des Phantom, der somit im kompletten Jahr nicht verfügbar war. Die ersten Fahrzeuge des neuen Phantom werden erst im Januar 2018 ausgeliefert.

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