Steckt der lokale Teilegroßhandel in der Sackgasse?

Autor / Redakteur: Frank Schlieben / Norbert Rubbel

In zwei Studien haben sich die Marktanalysten von Wolk After Sales Experts mit den zukünftigen Entwicklungen im freien Teilehandel beschäftigt. Die gewonnenen Erkenntnisse sind für kleine, lokale Händler eher beunruhigend.

Rund 70 Prozent der kleinen Teilegroßhändler erwarten in den nächsten fünf Jahren sinkende Roherlöse. Sie konkurrieren in ihrem lokalen Markt mit den großen Teiledistributoren.
Rund 70 Prozent der kleinen Teilegroßhändler erwarten in den nächsten fünf Jahren sinkende Roherlöse. Sie konkurrieren in ihrem lokalen Markt mit den großen Teiledistributoren.
(Bild: © lev dolgachov/Fotolia.com)

Die Forschungsfragen für die Studie „Zukünftige Herausforderungen an den lokalen Teilehandel“ lauteten: „Leben Totgesagte länger?“ und „Wie rentabel ist der lokale Teilegroßhandel?“ Gegenstand der Wolk-Untersuchung war der freie Kfz-Teilehandel in Deutschland respektive die Vielzahl der kleinen und mittleren lokalen Händler mit Umsatzgrößen zwischen 0,5 und drei Millionen Euro pro Jahr. Laut Studie sind über 80 Prozent aller in Deutschland existierenden Teilehandelsunternehmen in diese Umsatzkategorie einzuordnen. In absoluten Zahlen zählen rund 1.200 der insgesamt 1.400 Teilehandelsunternehmen zur Gruppe der kleinen und mittleren Unternehmen.

Deren dauerhafte Existenz wird durch mehrere Einflüsse immer stärker infrage gestellt. Zu diesen Ergebnissen kommt zumindest die Wolk-Studie, für die 71 zufällig ausgewählte kleine und mittlere Unternehmen in Telefoninterviews befragt wurden. Zu den negativen Markteinflüssen zählen der stark wachsende Onlinehandel, der aggressive Preiswettbewerb der freien Teilegroßhändler untereinander und der Markteintritt neuer Teileanbieter – vor allem die wachsende Gruppe der Markenbetriebe, die OE-Teile direkt an freie Werkstätten verkaufen.