Stefan Reindl übernimmt Leitung des IFA

Vorgänger Prof. Willi Diez geht in Ruhestand

| Autor: Andreas Grimm

Stefan Reindl (li.) und Willi Diez prägen schon lange Jahre das Institut für Automobilwirtschaft. Jetzt geht Diez in Ruhestand, Reindl übernimmt die Institutsleitung.
Stefan Reindl (li.) und Willi Diez prägen schon lange Jahre das Institut für Automobilwirtschaft. Jetzt geht Diez in Ruhestand, Reindl übernimmt die Institutsleitung. (Bild: IFA)

Am Institut für Automobilwirtschaft (IFA) endet eine Ära. Mit Wirkung zum 17. April geht der Gründer und langjährige Direktor des Instituts, Prof. Willi Diez, in den Ruhestand. Die Institutsleitung übernimmt in diesem Zuge sein langjähriger Mitstreiter und Stellvertreter Stefan Reindl, ebenfalls Professor der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HFWU), an der das IFA angesiedelt ist.

Am Montagabend wurde Willi Diez in einer akademischen Feierstunde von zahlreichen Wegbegleitern aus der Automobilbranche verabschiedet. Anwesend waren unter anderem Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche sowie die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut. „Dr. Diez hat die Automobilwirtschaft zu einer Leuchtturmdisziplin an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt ausgebaut. Nicht zuletzt hat er mit seiner Medienpräsenz dazu beigetragen, dass die HfWU bundesweit zu einem Begriff in der Hochschullandschaft geworden ist“, sagte HFWU-Rektor Andreas Frey.

Das Erreichte wird Reindl nun weiterführen. Er stehe „für Kontinuität und dafür, dass das Institut seine Position in der Forschungslandschaft weiter ausbaut“, sagte Frey weiter. Der 52-jährige Reindl war zunächst ab 1997 wissenschaftlicher Assistent am IFA. Im Jahr 2003 promovierte er an der Freien Universität Berlin. Im selben Jahr berief ihn die HFWU als Professor für Automobilwirtschaft. Als Studiendekan leitet er dort die automobilwirtschaftlichen Studiengänge. Seither war er zudem stellvertretender Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft.

Die Institutsleitung übernehme mit Reindl „ein kritisch-konstruktiver Geist“, der ganz wesentlich das Profil des IFA bestimmt habe, sagte Diez zum Abschied. An Aufgaben werde es seinem Nachfolger nicht mangeln. In der Zeit eines dramatischen Umbruchs der Automobilindustrie sei ein Institut wie das IFA wichtig, um in der Lehre Anschluss an die aktuellen Entwicklungen zu halten und idealerweise vorwegzunehmen. Diese zukunftsorientierten Ansätze werde sein Nachfolger setzen, erwartet Diez.

In seiner Abschiedsrede erinnerte er daran, dass es in der akademischen Lehre wichtig sei, den jungen Menschen zu zeigen, welche Herausforderungen die Branche zu bewältigen hat. Dazu sei es wichtig, den Blick in die Zukunft zu richten. „Das haben wir am IFA getan.“

Diez hatte das Institut im Jahr 1995 gegründet und es mit seinem Team zu einem Kompetenzzentrum im Bereich der Automobilwirtschaft aufgebaut. Schwerpunkte der Forschung am Institut waren die Entwicklung des globalen Automobilmarktes und der Industriestruktur, das Produkt- und Markenmanagement sowie die Hersteller-Händlerbeziehung in der Automobilwirtschaft. In den letzten Jahren legte das Institut einen Schwerpunkt auf die Analyse und Prognose der Marktchancen alternativer Antriebskonzepte und die zunehmende Digitalisierung.

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