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Steigende Anforderungen, sinkende Mitgliederzahlen

| Autor / Redakteur: Holger Zietz / Christoph Baeuchle

Der Umbruch der Automobilbranche wirkt sich auch auf die Kfz-Innungen aus. Die Mitgliederzahlen werden wohl sinken, die Anforderungen zugleich steigen. Dennoch hat die Kfz-Innung Niederbayern große Pläne.

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Michael Kramer, Obermeister der Kfz-Innung Niederbayern, stellte erfolgreiche Projekte aus der Innungsarbeit vor.
Michael Kramer, Obermeister der Kfz-Innung Niederbayern, stellte erfolgreiche Projekte aus der Innungsarbeit vor.
(Bild: Zietz/»kfz-betrieb«)

In Zukunft warten auf Kfz-Innungen große Herausforderungen, hervorgerufen durch die Umbrüche in der Automobilbranche: Die fortschreitende Konsolidierung lässt die Zahl der Autohäuser und Werkstätten und damit der Innungsmitglieder sinken. Zugleich steigen die Anforderungen an Kfz-Betriebe und die Erwartungen an die Innungen. Eine nur schwer zu bewältigenden Aufgabe.

„Wir werden uns strecken müssen“, sagte Josef Huber auf der Jahreshauptversammlung. Der Geschäftsführer der Kfz-Innung Niederbayern stellt sich mit seinem Team auf die Entwicklung ein. Trotz erwartetem Mitgliederrückgang blieb die Zahl der Innungsbetriebe mit 800 in den vergangenen Monaten konstant.

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Zudem hat die Innung verschiedene neue Projekte gestartet, um für Autohäuser und Werkstätten ein attraktiver Partner zu bleiben. Im Fokus stehen dabei beispielsweise angehende Fachkräfte. Obermeister Michael Krammer konnte auf der Jahreshauptversammlung vom erfolgreichen Nachwuchskreis berichten. Auch die Freisprechungsfeier habe sich prächtig entwickelt; Betriebe und Azubis nähmen die erst vor drei Jahren ins Leben gerufene Freisprechung im großen Rahmen sehr gut an.

Daneben ist die jährliche Oldtimerausfahrt zum festen Bestandteil des Innungslebens geworden. „Man sitzt zusammen, man redet, und es gibt neue geschäftliche Kontakte“, erklärt Krammer den Nutzen für die Mitglieder. Für viele Mitglieder sei dies ein Anlass, die Veranstaltungen der Kfz-Innung zu besuchen.

Die Möglichkeiten, die die neuen Antriebsformen bieten, zeigte zudem Jürgen Sangl auf. Der Landshuter Elektroprofi hat sich zunächst aus reinem „Spaß an der Sache“ um Elektroautos gekümmert. Mittlerweile sind rund 60 Prozent der verkauften Neuwagen elektrifiziert. Noch besser: „Die Geschäfte sind profitabel!“ Sangl hat sich längst als E-Spezialist einen Namen gemacht. Und zwar bundesweit. Entsprechend hat er Kunden aus ganz Deutschland. Dabei nutzt er die elektronischen Hilfsmittel: Eigene Homepage und der Kontakt via E-Mail machen es möglich.

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