Verbrenner-Aus Stellantis investiert in England in Elektromobilität

Autor / Redakteur: dpa / Tanja Schmitt

Die britische Regierung will ab 2030 den Verkauf von Verbrennern verbieten. Stellantis baut nun die E-Auto-Produktion im nordwestenglischen Ellesmere Port aus. Die Entscheidung passt auch zur gesamten Konzernausrichtung.

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Das Werk in Ellesmere Port ist knapp 60 Jahre alt.
Das Werk in Ellesmere Port ist knapp 60 Jahre alt.
(Bild: Opel)

Der Stellantis-Konzern investiert 30 Milliarden Euro in die Elektrifizierung seiner vielen Modelle und Marken. Zu den Vorhaben zählt auch die Modernisierung der Produktion. Trotz Brexit investiert der Autokonzern nun 100 Millionen Pfund (rund 116,7 Millionen Euro) in das fast 60 Jahre alte Werk der Opel-Schwestermarke Vauxhall im nordwestenglischen Ellesmere Port. Dort werden von Ende kommenden Jahres an E-Fahrzeuge von Opel, Vauxhall, Peugeot und Citroën produziert, teilte Stellantis bereits am 6. Juli in Amsterdam mit.

Wie weitreichend die Elektropläne bei Stellantis sind, wurde am Donnerstag, 8. Juli, bekannt. Demnach soll die deutsche Marke Opel bis 2028 in Europa zum reinen Stromer-Hersteller werden, Fiat im Zeitraum zwischen 2025 und 2030. Zudem wird Opel als reine Elektro-Marke auf dem chinesischen Markt eingeführt. Der weniger von günstigen Kosten abhängige Sportwagen-Ableger Abarth will bereits 2024 rein elektrisch sein.

Die Produktion in Ellesmere Port ist laut dem Hersteller für Großbritannien und den Export bestimmt. Der Konzern mit 14 Marken – darunter auch Fiat oder Maserati – reagiere mit dem Ausbau auch auf die Entscheidung der britischen Regierung, von 2030 den Verkauf von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor zu untersagen.

Unterstützung von Regierung und Gewerkschaft

Stellantis lobt die Unterstützung der Gewerkschaft Unite the Union und der britischen Regierung. Es würden Tausende Jobs in der Region abgesichert. Die Zukunft der Fabrik galt länger als unsicher. „Vauxhall baut seit 1903 Fahrzeuge im Vereinigten Königreich, und wir werden das fortführen“, versicherte nun Konzernchef Carlos Tavares. Sein Konzern war aus dem Zusammenschluss der französischen PSA-Gruppe und Fiat Chrysler entstanden.t

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