PSA Stelldichein mit E-Expert und E-Jumpy

Autor / Redakteur: sp-x / Viktoria Hahn

Während die Fans des klassischen VW-Transporters noch warten müssen, bringt die französische PSA-Gruppe als erster Volumenhersteller gleich mehrere vollelektrische Transporter und mehrsitzige zivile Vans: Die Modelle von Peugeot, Citroën und auch Opel sind dabei technisch nahezu identisch.

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Der Peugeot E-Expert komplettiert zusammen mit dem Citroën E-Jumpy und dem Opel E-Zafira das elektrifizierte Transporter-Trio des PSA-Konzerns.
Der Peugeot E-Expert komplettiert zusammen mit dem Citroën E-Jumpy und dem Opel E-Zafira das elektrifizierte Transporter-Trio des PSA-Konzerns.
(Bild: Peugeot)

Kennenlernen auf historischem Terrain, direkt am Adam-Opel-Haus in Rüsselsheim: Der Opel E-Zafira, durfte die Vorhut machen als vollelektrischer Transporter für seine Schwestermodelle Peugeot E-Expert und Citroën E-Jumpy. Damit ist das PSA-Trio der rein elektrischen Nutzfahrzeuge mittlerer Größe komplett.

Peugeot E-Expert und Citroën E-Jumpy sind für die Profis bestimmt, Peugeot E-Traveller, Citroën E-Jumpy Kombi und Opel E-Zafira können als Shuttle-Mobile oder auch als Freizeit-Begleiter punkten. Die Franzosen sind etwas preiswerter als der Deutsche. Gebaut werden E-Expert und E-Jumpy auf der PSA-eigenen Elektroplattform EMP 2 in Frankreich, die Technik stammt weitgehend von den Pkw wie Peugeot 208-E oder Opel Corsa-E.

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Bis Ende nächsten Jahres will PSA für alle Nutzfahrzeuge eine rein elektrische Variante anbieten. Im Frühjahr 2021 rollen mit E-Boxer (Peugeot) und E-Jumper (Citroën) die größten Transporter heran. Im Sommer folgen mit dem E-Partner der Löwenmarke und dem E-Berlingo die kompakten Nutzfahrzeuge.

Die klassischen Diesel und Benziner, die bei den Nutzfahrzeugen auf eine über hundertjährige Historie zurückblicken, bleiben im Programm. Drei Längen, zwei Batteriegrößen für die Elektromotoren, 15 Assistenzsysteme, jede Menge Platz zum Beladen und sehr viele Möglichkeiten, das Fahrzeug zu konfigurieren – vom typischen Handwerker- oder Lieferwagen bis zum Pick-up, Wohnmobil oder Familienkombi.

Bei 130 km/h ist Schluss

Je nach Fahrweise kann man wählen zwischen den gewohnten Modi Eco, Normal und Power. Egal mit welcher Zuladung: bei Geschwindigkeit 130 km/h ist Schluss. Das reicht völlig, um im Verkehr geschmeidig mitzufließen.

Mühelos lassen sich beide Franzosen fahren, erfreulich auch hier das spontane Anfahrverhalten dank Elektromotor. Kurz gewöhnungsbedürftig bei komplett geschlossener Fahrerkabine ist allenfalls der nutzlose Blick in den Rückspiegel, der nur die geschlossene Rückwand zeigt. Doch die Rückfahrkamera sieht ohnehin mehr als das menschliche Auge.

Dieses Assistenzsystem, eines von 15, die das Fahren in beiden Vans komfortabel machen, dürfte mit Sicherheit die eine oder andere Delle vermeiden helfen, die beim Rangieren schnell mal passiert. Je nach Ausstattung (Pro, Premium oder Avantage bei Peugeot; Control, Club, Worker oder Driver) sind angenehme Helferlein wie Head-Up-Display oder Keyless-Go serienmäßig an Bord.

Verstärkte Rekuperation beim Bremsen

Auch die Transporter haben das bei den elektrifizierten Pkw bewährte B für Brake, also verstärkte Rekuperation beim Bremsen. Im Fahrcharakter unterscheiden sich E-Expert und E-Jumpy nicht, im Erscheinungsbild innen wie außen dagegen deutlich, zumal sie bei weitgehender Gleichteilestrategie das Armaturenbrett nicht miteinander teilen.

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