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Stimmung im Kfz-Gewerbe entspannt sich erneut

| Autor: Jakob Schreiner

Nach dem Alltagsleben normalisiert sich nun die Stimmung in der Kfz-Branche. Dennoch bleibt die Lage – insbesondere im Handelsgeschäft – weiter angespannt. Das Servicegeschäft hingegen ist weiter ein stabilisierender Faktor.

Anders als auf das Handelsgeschäft, erwirtschaften die Kfz-Unternehmer in ihren Werkstätten vergleichsweise stabile Umsätze.
Anders als auf das Handelsgeschäft, erwirtschaften die Kfz-Unternehmer in ihren Werkstätten vergleichsweise stabile Umsätze.
(Bild: Schreiner/»kfz-betrieb«)

Auch im Juni erholen sich die Indexwerte des Stimmungsbarometers der Kfz-Branche weiter. Der Wert liegt mit 93 Punkten bei freien Servicebetrieben und 88 Punkten bei Vertragspartnern zwar noch unter der 100-Punkte-Marke, die für eine neutrale Stimmung steht, nähert sich dieser aber wieder an. Das hat die Branchenindexbefragung von »kfz-betrieb«, BBE Automotive und Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (BDK) ergeben.

So vergaben die freien Werkstätten nach dem Schulnotensystem für ihre eigene wirtschaftliche Situation eine 2,4 (Mai: 2,6) und die Markenbetriebe eine 2,9 (Mai: 2,9). Trotz der insgesamt positiven Tendenz kann von Normalität noch keine Rede sein.

Das zeigt sich insbesondere im Hinblick auf den Handel mit Neu- und Gebrauchtwagen. 9 von 10 Händlern verzeichnen im Neuwagengeschäft niedrigere Umsätze als vor einem Jahr. Fast drei Viertel von ihnen setzen auch weniger mit Gebrauchtwagen um. Die Erwartungen an den laufenden Monat verbessern sich nur zögerlich. So sagen lediglich 11 Prozent der Befragten, dass sie wieder auf einem normalen Niveau arbeiten würden. Zum Vergleich: Die freien Werkstätten sahen sich zum Befragungszeitpunkt bereits zu fast einem Drittel wieder auf Normalniveau.

Das dürfte in erster Linie am Service- und Werkstattgeschäft liegen, das insgesamt etwas besser aussieht. Die Auslastung ist bei den Freien von 68,1 auf 72,4 Prozent und in den Vertragshäusern von 73,3 auf 82,1 Prozent gestiegen. So verbucht immerhin jede zweite Werkstatt – egal ob markengebunden oder ungebunden – höhere oder zumindest gleiche Umsätze als im Vorjahreszeitraum.

Hinsichtlich der Umsätze rechnen viele der befragten Unternehmer mit einer sich weiter verbessernden Situation im kommenden Monat. So gehen dann 59 bzw. 66 Prozent der Inhaber von einer stabilen oder steigenden Umsatzsituation aus.

Die Ergebnisse der vergangenen monatlichen Branchenindexbefragungen finden Sie im Online-Archiv.

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Über den Autor

 Jakob Schreiner

Jakob Schreiner

Redakteur Ressort Service & Technik