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Streetscooter ruft fast alle Elektrotransporter zurück

Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Andreas Grimm

Die Tochter der Deutschen Post muss über 12.100 Exemplare vom Typ Work und Work L wegen möglicher Schmor- und Brandschäden in die Werkstatt holen. Ein Großteil der Rückrufbenachrichtigungen kann per Hauspost verschickt werden.

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Mehr als 12.000 Streetscooter müssen in die Werkstatt.
Mehr als 12.000 Streetscooter müssen in die Werkstatt.
(Bild: Michel/»kfz-betrieb«)

Die Streetscooter GmbH ruft aktuell 12.140 Exemplare des Elektro-Kleintransporters vom Typ Work und Work L zurück. Dies bestätigte am Freitag ein Sprecher der Muttergesellschaft Deutsche Post DHL Group auf Anfrage. Ein Großteil der Fahrzeuge, ca. 10.000, werde im eigenen Haus betrieben, sagte er.

Man habe Probleme im Bereich des Niedrigvoltspannungsladegeräts und an der Isolation eines Kabelstrangs festgestellt, erklärte er weiter. „Beide Schwachstellen können potentiell zu einer Rauch- und Hitzeentwicklung und entsprechenden Schäden führen“, beschrieb der Sprecher das Risiko. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) spricht in einem Warnhinweis von möglichen „Schmor- und Brandschäden“.

Halter der betroffenen Fahrzeuge seien aufgefordert, ihr Fahrzeug in eine autorisierte Werkstatt zur Überprüfung zu bringen, hieß es. Angaben zur konkreten Abhilfemaßnahme und deren Dauer machte der Sprecher nicht. Aufgrund des betroffenen Bauzeitraums, genannt wird der 1.1.2014 bis 12.7.2019, ist davon auszugehen, dass alle bis vor ca. einem Jahr produzierten Elektrotransporter in die Werkstatt müssen. Nur etwas weniger als 400 davon sind laut KBA nicht in Deutschland gemeldet.

Der einstige Hoffnungsträger für den großstädtischen Zustelldienst macht in diesem Jahr schon zum zweiten Mal negative Schlagzeilen. Anfang des Jahres gab die Deutsche Post den Produktionsstopp des Streetscooters bekannt. Bis Anfang 2021 sollen die letzten Exemplare ausgeliefert werden.

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 Niko Ganzer

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Freier Journalist