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Streetscooter setzt künftig auch auf die Brennstoffzelle

| Autor / Redakteur: sp-x / Christoph Seyerlein

Wenn Transporter nicht nur elektrisch, sondern außerdem noch weit fahren sollen, hilft eigentlich nur die Brennstoffzelle. Streetscooter will künftig welche in 100 Kleinlastern einsetzen.

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Streetscooter erweitert die eigene Flotte um Wasserstoff-Transporter.
Streetscooter erweitert die eigene Flotte um Wasserstoff-Transporter.
(Bild: DHL)

DHL Express, Ford und der Elektrotransporter-Spezialist Streetscooter wollen zukünftig beim Bau von wasserstoffgetriebenen Lieferfahrzeugen zusammenarbeiten. Die ersten mit Brennstoffzelle gerüsteten Fahrzeuge der 4,25-Tonnen-Klasse sollen 2020 auf die Straße kommen. Insgesamt ist eine Produktion von 100 Transportern geplant. 2021 soll die Auslieferung abgeschlossen werden.

Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Rahmen des 2007 ins Leben gerufenen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie.

Basieren wird der „H2 Panel Van“ genannte Wasserstoff-Transporter auf dem bei Ford in Köln produzierten Streetscooter Work XL. Die rund sechs Meter lange H2-Variante bekommt einen Kastenaufbau und soll damit über 10.000 Liter Fassungsvermögen sowie 800 Kilogramm Zuladung bieten. Als Antrieb kommt ein 122 kW/166 PS starker E-Motor in Kombination mit einer 40-kWh-Batterie zum Einsatz. Maximal soll das Fahrzeug 120 km/h schnell fahren.

Bis zu 500 Kilometer Reichweite

Die entsprechend eingeschränkte Reichweite der Batterie kompensiert eine 26 kW leistende Brennstoffzelle, denn mit Hilfe des sechs Kilogramm fassenden Wasserstoffstofftanks wächst der Radius auf 500 Kilometer. Damit fährt der H2 Panel Van schneller und weiter als der rein batterieelektrische Work XL, der maximal 90 km/h erreicht und dessen Reichweite bis 200 Kilometer beträgt.

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