Fiat Stromanschluss für Tipo und 500X

Von sp-x/jr

Mit der Schwachstrom-Elektrifizierung der beiden Modelle verkauft Fiat demnächst keine reinen Verbrenner mehr. 500X und Tipo werden deutlich teurer – dafür gibt es aber auch einen modernen Antrieb.

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Antriebsstatus im Fiat-Infotainment-Screen
Antriebsstatus im Fiat-Infotainment-Screen
(Bild: Fiat)

Mild-Hybride sind für die Autobauer so etwas wie Light-Produkte für die Lebensmittelindustrie. Sie lösen zwar nicht wirklich Probleme, beruhigen aber zumindest das gute Gewissen. Für die von CO2-Strafzahlungen geplagten Hersteller ist der Mild-Hybrid das momentan kostengünstigste und effizienteste Mittel, um den Flottenverbrauch um ein paar Gramm zu drücken. Da hilft jeder Stromschlag.

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Unter den vielen elektrifizierten Newcomern sind aktuell auch zwei Italiener. Fiat bringt in diesen Tagen den Crossover 500X sowie den kompakten Tipo als Mild-Hybride und schmeißt gleichzeitig die anderen Benziner und auch den Diesel aus dem Programm.

Kein Schnapper mehr

Damit werden beide Modelle deutlich teurer: Der Basis-500X startete 2015 bei 17.000 Euro. Jetzt kostet er mindestens 29.000 Euro. Vergleicht man den Lieferumfang des Jetzigen mit dem von 2019 – also vor der Pandemie – wird nach Aussage eines Händlers aber deutlich, dass Stellantis den Preis ausstattungsbereinigt lediglich um 950 Euro angehoben hat – was angesichts der Lieferkettenprobleme derzeit nicht Ungewöhliches ist. Der Löwenanteil des Preissprungs steckt im neuen Allrounder-Aggregat, das ausschließlich mit Doppelkupplungsgetriebe kommt.

Dasselbe gilt für den Tipo. Die vergleichsweise gut ausgestattete Stufenheck-Limousine war im Rahmen einer Einführungsaktion 2016 tatsächlich noch für 12.000 Euro zu haben. Vor der Pandemie waren es dann knapp 17.000 Euro – mit dem neuen Antrieb und einigen anderen Features sind es nun 28.500 Euro. Dieser Preis ist dann auch nicht mehr weit von der Top-Ausstattung entfernt – die „Cross“-Variante kostet knapp 30.000 Euro.

Die Kraftquellen der beiden Teilzeitstromer sind dabei identisch. Beide Modelle verfügen über Frontantrieb und paaren einen 1,5-Liter-großen Vierzylinder-Turbobenziner mit einem 15-kW/20-PS-starken Elektromotor. Der E-Motor, der nicht wie bei vollwertigen Hybriden als alleinige Antriebsquelle, sondern vielmehr als Starter-Generator fungiert, sitzt zwischen Motor und dem Siebengang-Automatikgetriebe und kann auf ein 48-Volt-Bordnetz zurückgreifen.

Die Leistung beträgt 96 kW/130 PS, das maximale Drehmoment 240 Newtonmeter. Den kleinen, 0,8-kWh-starken und nur 13,5-Kilo-leichten Akku platziert Fiat zwischen den Vordersitzen. Das gleiche System hat Alfa übrigens gerade im neuen Tonale vorgestellt.

Schleichfahrt inklusive

Die Aufgaben des gemischten Doppels, die sich äußerlich nur durch das Hybrid-Logo am Heck von ihren Brüdern unterscheiden, sind klar definiert: Der E-Motor soll die Italo-Kumpel ein wenig beim Anfahren unterstützen.

Zudem verspricht Fiat, zum Beispiel im Stau, eine vollelektrische Schleichfahrt von bis zu drei Kilometern. Dabei wird der Verbrenner gänzlich ausgeschaltet. Einparken und Rangieren können 500X und Tipo ebenfalls komplett elektrisch.

Der neue Antrieb verfügt praktischerweise über eine sogenannte Kriechfunktion, bei Fiat E-Creeping genannt, mit der es im Stop-and-Go-Verkehr ohne Druck aufs Gaspedal vorwärts geht. Das Nachladen der Batterie erfolgt übers Rekuperieren.

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