Mazda Stromer kommen, Verbrenner bleiben

Autor: Julia Mauritz

Der japanische Hersteller hat einen Ausblick auf seine Antriebsstrategie bis zum Jahr 2030 gegeben. Wie bereits oft in der Vergangenheit geht Mazda erneut einen Sonderweg.

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Mazda führt zwischen 2022 und 2025 fünf Plug-in-Hybridmodelle ein.
Mazda führt zwischen 2022 und 2025 fünf Plug-in-Hybridmodelle ein.
(Bild: Mazda)

Bislang hinkt Mazda bei der Elektrifizierung seiner Antriebe mächtig hinterher: Mit dem MX-30 hat der japanische Automobilhersteller zwar bereits ein Elektroauto im Angebot, Plug-in-Hybride sind jedoch noch nicht erhältlich. Das soll sich ab 2022 ändern: Das Unternehmen beschleunigt die Elektrifizierung seiner Modellpalette. Bis zum Jahr 2030 soll jeder vierte Neuwagen über einen vollelektrischen Antrieb verfügen, alle anderen Modelle will der japanische Hersteller teilelektrifizieren.

Zwischen den Jahren 2022 und 2025 will Mazda unter anderem auch in Europa eine Reihe neuer Fahrzeuge auf Basis der sogenannten „Skyactiv Multi-Solution Scalable Architecture“ einführen. Dazu gehören fünf Plug-in-Hybride, drei rein batterieelektrische Modelle sowie fünf Hybridmodelle. Nähere Details zu den Modellen nennt der Hersteller noch nicht – nur dass es sich bei den fünf Hybridmodellen um Vollhybride handeln wird und dass es Fahrzeuge mit Toyotas bewährtem Hybridsystem geben wird.

Für seine Elektrofahrzeuge entwickelt Mazda eine spezifische Plattform namens „Skyactiv EV Scalable Architecture“. Sie soll die Basis für Elektroautos verschiedener Größen und Karosserieformen liefern, die zwischen 2025 und 2030 eingeführt werden. Während immer mehr Hersteller das geplante Datum für den Ausstieg aus der Verbrenner-Ära verkünden, hält Mazda neben der Elektrifizierung weiter an der Entwicklung hocheffizienter Verbrennungsmotoren fest. Dazu zählen etwa der 2019 eingeführte Benzinmotor mit Kompressionszündung „E-Skyactiv X“ und neue Reihensechszylinder-Benzin- und -Dieselmotoren, die ab 2022 auf den Markt kommen.

Technologie-offene Forschungspartnerschaften

Mazda investiert zudem in verschiedene Projekte und Partnerschaften, um die Entwicklung und Nutzung erneuerbarer Kraftstoffe voranzutreiben. Dazu zählen Forschungsprojekte im Heimatmarkt Japan, die sich mit der Verbreitung von Biokraftstoffen aus Mikroalgen beschäftigen. In Europa ist Mazda im Februar 2021 als erster Automobilhersteller der Interessensgemeinschaft E-Fuel-Alliance beigetreten, die die Entwicklung von klimaneutralen, flüssigen Kraftstoffen voranbringen will.

Neben der Senkung des CO2-Emissionen treibt Mazda auch die Weiterentwicklung von aktiven Sicherheitssystemen voran: Die autonome Fahrtechnik namens „Mazda Co-Pilot Concept“ soll ab 2022 als Mazda Co-Pilot 1.0 in den größeren Modellen Einzug halten. Sie überwacht kontinuierlich den körperlichen Zustand des Fahrers. Wenn dieser sich plötzlich ändert, übernimmt das System die Kontrolle über das Fahrzeug, bringt es an einem sicheren Ort zum Stehen und setzt einen Notruf ab.

Zusammen mit den japanischen Automobilherstellern Daihatsu, Subaru, Suzuki und Toyota entwickelt Mazda darüber hinaus gemeinsame Spezifikationen für Fahrzeugkommunikationsgeräte der nächsten Generation: Geplant ist ein standardisiertes Kommunikationssystem, das die Sicherheit und den Komfort von künftigen Services erhöhen soll.

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